Kurios, lustig und auch teilweise schrecklich

Jahresrückblick: Das war 2021 im Nürnberger Land

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NÜRNBERGER LAND – Nicht nur Corona hat das Nürnberger Land 2021 fest im Griff gehabt, sondern es ist auch viel anderes passiert. Von lustigen und kuriosen Geschichten bis hin zu Horrorereignissen war alles dabei. Wir haben ein paar Beiträge herausgesucht:

Darüber wurde diskutiert

Querdenker in Lauf

Das Jahr begann mit einer Demonstration in Lauf: Zeitgleich fanden eine Querdenker-Demo und eine Gegendemo auf dem Unteren und Oberen Marktplatz statt. Rund zwei Stunden haben zwischen 300 und 400 Demonstranten von Querdenken 911 Nürnberg und rund 100 bis 200 Gegen-Demonstranten auf dem Oberen und Unteren Marktplatz demonstriert. Am Ende gingen alle friedlich nach Hause.   Den Artikel dazu gibt es hier.

Anhänger der Querdenken-Bewegung und Kritiker der Corona-Maßnahmen versammelten sich auf dem Oberen Marktplatz. / Archiv: Haase | Foto: Haase2021/01/DSC0319-scaled.jpg

Mutter in der Kälte

Raquel Elgers Schilderung ihrer Erlebnisse in Feucht hat ebenfalls Ende Januar hohe Wellen geschlagen. Wie damals berichtet, hatte die junge Frau sich mit Baby und Hund ausgesperrt und dann beim Bäcker und in einer Bank um Hilfe gebeten, weil sie kein Handy dabei hatte. Die Hilfe, die man ihr bot, war aus ihrer Sicht unzureichend. Die Mitarbeiter in Bäckerei und Bank beteuern allerdings, alles ihnen mögliche getan zu haben.

Baugebiet sorgt für Diskussion

Die Firma BPD kaufte im März ein 8700 Quadratmeter großes Grundstück am Försterweg. Neben 65 Eigentumswohnungen und sechs Doppelhaushälften soll dort eine Kita entstehen. Der Haken: Die Verwaltung der Marktgemeinde weiß nichts von den Plänen. Diskussionen um das Vorhaben des Investors entflammten.

Zwischen den Einfamilienhäusern am Försterweg (links), der Altdorfer Straße und dem Freibad Feuchtasia (rechts) soll das Neubaugebiet entstehen. | Foto: Google Maps2021/03/Feucht-Foersterweg-BPD-Screenshot.jpg

Geflügel im Lockdown

Bereits im März waren Geflügelhalter das erste Mal angehalten, ihre Tiere in den Stall zu bringen – die Geflügelpest machte sich in anderen Landkreisen breit. Darüber, was das für das Geflügel bedeutet und wie man das Federvieh vor Langeweile bewahrt, haben wir uns Anfang April mit einem Geflügelwirt unterhalten. Hier geht es zum Artikel. Nach einer Phase der Erholung hat uns die Geflügelpest im November ein weiteres Mal beschäftigt. Am Happurger Stausee wurde eine Ente gefunden, die mit der Krankheit infiziert war. Das bedeutete einen neuen Lockdown für die Tiere im Nürnberger Land. Auch das Füttern von Wasservögeln ist verboten worden.

Restaurants überleben die Krise nicht

Der lange Lockdown und die damit verbundenen Restaurantschließungen haben vielen Betrieben hart zugesetzt. Einige von ihnen haben auch im Nürnberger Land nicht überlebt, oder sich entschieden, ihren Betrieb aufzugeben. So zum Beispiel in Hersbruck: Dort gab „Holzwurm“-Wirt Roland Winkler mangels Perspektiven auf und einigte seiner Verpächterin auf eine Vertragsauflösung für die damals seit fast einem Jahr wegen der Corona-Pandemie geschlossene Kellerkneipe.

Ottensooser Störchin ist tot

Der Tod der Störchin Anna hat im Mai viele Leser berührt. Nach einem Beinbruch im April und dem Versuch, sie gesund zu pflegen, musste Anna am Ende doch eingeschläfert werden. Ihr Witwer Storchenmann Winfried versuchte noch verzweifelt eine Woche lang die Eier auszubrüten. Doch leider geht das bei Störchen nur gemeinsam. Deshalb gab es im Jahr 2021 keinen Storchennachwuchs in Ottensoos. Dafür entwickelten sich die Kinder des Storchenpaares Johanna und Karl aus Lauf umso prächtiger. Hier geht es zur Geschichte.

Witwer Winfried konnte alleine nicht weiterbrüten. / Archivfoto: Klausen | Foto: Klausen2021/05/Storch-Witwer-Winfried-Ottensoos-Foto-Klausen.jpg

Grundstückspreise steigen

Auch 2021 war in Sachen Immobilien- und Grundstückspreisen keine Änderung spürbar. Wenig Angebot, dafür aber zu einem hohen Preis. Im Nürnberger Land lagen die Werte für Wohnbaugrundstücke im Mittel bei 460 Euro pro Quadratmeter, in Spitzenlagen sogar über 700 Euro pro Quadratmeter. Beispielsweise sind die Werte für Schwaig seit Ende 2018 im Schnitt von 575 auf 730 Euro gestiegen. In Lauf rechts rund um den Kunigundenberg noch etwas deutlicher, von 545 auf 725 Euro. Aber auch in dezentraleren Lagen ist erkennbar, dass die hohe Nachfrage sich auf die Preise mit einem Plus von rund 20 Prozent auswirkt. Artikel hier.

Erneut keine Sommerfeste

 „Schmerzlich“ nannte Bürgermeister Robert Ilg die zwei Nachrichten, die er in einer Sitzung des Stadtrates im Juni verkündete. „Auch in diesem Jahr müssen wir auf das Hersbrucker Sommerfest leider verzichten“, sagte der Rathauschef damals. Anstatt eines Altstadtfestes gab es stattdessen eine abgespeckte Version. Selbes entschieden auch andere Kommunen, wie Röthenbach, wo zum Beispiel das beliebte Blumenfest nicht stattfinden konnte. Auch das Kunigundenfest in Lauf musste ausfallen. Stattdessen gab es Food-Truck-Angebote.

Der Kunigunden-Festzug auf der Wasserbrücke: Ein Bild, das es so heuer wieder nicht gab. Das Foto stammt von 2019. / Foto: PZ-Archiv/Buchner-Freiberger | Foto: PZ-Archiv/Buchner-Freiberger2021/03/DSC_1908-scaled.jpg

Debatte um Obdachlose

Polizeieinsätze, Geschrei frühmorgens und ein Bewohner, der mit einem Messer herumläuft: Die Vorkomnisse in einer Obdachlosenunterkunft haben Anwohner in Lauf massiv beunruhigt. Neben ruhigen Wochenenden, kam es auch vor, dass die Polizei vier Mal an einem Tag zur Unterkunft ausrücken musste. Die Stadt Lauf plante schließlich die Einsetzung eines Sicherheitsdienstes. Auch eine Verlagerung der Einrichtung stand zur Debatte. Hier geht es zum Text.

Schaden im Strudelbad

Lange hatten sich die Hersbrucker auf die Öffnung ihres geliebten Strudelbades gefreut, doch dann kam ein Schaden den Planungen dazwischen. Aus diesem Grund konnte das Freibad heuer nicht öffnen. Diskussionen darüber gab es reichlich. Derweil wurde in der Therme saniert und repariert, sodass eine Öffnung des Thermalbereiches wenigstens nach dem Lockdown wieder möglich war. Später formierte sich ein Förderverein für das Hersbrucker Strudelbad.

Katzendrama in Lauf

Der Laufer Katzenbesitzer Franz Dramont und das Landratsamt Nürnberger Land haben nach einem zehn Monate andauernden Verfahrensmarathon einen Vergleich ausgehandelt. So endet, was im Februar mit einem massiven Polizeieinsatz begann, der im Nürnberger Land für Aufsehen gesorgt hatte. Dramonts Kater Max war gegen dessen Willen eingeschläfert worden. Erst im Dezember fand der Streit ein Ende. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Lichternächte

Im Rahmen der Laufer Lichtblicke 2021 haben die Veranstalter regelmäßig Events angeboten. Ein Highlight, das Menschen aus der Region anzog, waren im September die Laufer Lichternächte. Diese waren Teil der Laufer Kulturwoche. In den „Lichternächten“ wurden bekannte Plätze der Laufer Altstadt mit verschieden Beleuchtungen in Szene gesetzt.  Hier geht es zur Bildergalerie.

Auf den Turm der Laufer Spitalruine wurde ein zehnminütiges Video projiziert. Die gotischen Bögen schienen in warmem Licht. / Archivbild: Decombe | Foto: Daniel Decombe2021/09/Daniel-DecombeA46I7069-scaled.jpg

Atommüllendlager Nürnberger Land?

Die Kernkraft ist in Deutschland umstritten, bei der Suche nach einem Endlager für radioaktives Material sind sich hingegen alle einig: nicht bei uns. Das gilt auch für das Nürnberger Land. Doch im Oktober diskutierte der Kreistag trotzdem über das Thema, denn in Frage käme der Landkreis bisher schon.

Energiekosten steigen

Im Oktober haben wir uns in einer Serie auch den gestiegenen Energiekosten gewidmet. Das spüren nicht nur die Verbraucher im Nürnberger Land schmerzlich an der Zapfsäule, sondern auch Speditionsfirmen und Großhändler, bei denen der Diesel weit oben auf der Liste der Ausgaben steht. Hier der Artikel.

Insolvente Bolta-Werke

Ende September hat die Nachricht, dass der Automobilzulieferer Bolta-Werke in Diepersdorf einen Insolvenzantrag gestellt hat, die über 1000 Mitarbeiter hart getroffen. Nach Wochen des Bangens kann der vorläufige Insolvenzverwalter des Unternehmens, Volker Böhm, allerdings Ende Oktober ein erstes positives Signal senden: Mehrere Investoren interessieren sich für das Unternehmen, einen der größten Arbeitgeber im Nürnberger Land. Text hier.

Auf einem Aktionstag der IG BCE gab der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm (Bildmitte, mit Schal) Informationen zum Stand des Insolvenzverfahrens bekannt. /Archiv: Haase | Foto: Haase2021/10/bolta-ig-bce-foto-haase-scaled.jpg

Weihnachtsmarktloses Jahr

Lange haben Kommunen und Veranstalter heuer überlegt, in welcher Form Weihnachtsmärkte denkbar sind. Mit Zugangsbeschränkungen, Umzäunung, 2G-Regel und mehr – so zumindest die Ideen. Am Ende sagte der Freistatt Bayern ohnehin alle diese Veranstaltungen ab. Die Budenbetreiber waren fassungslos. Stattdessen gab es heuer wieder viele Spendenaktionen, so fuhren zum Beispiel Mitglieder des Quad-Clubs Mittelfranken nach Nürnberg, um Kindern eine Freude zu bereiten. Artikel hier.

Die Mitglieder der Quadfreunde Mittelfranken bereiteten den Kindern ein große Freude. / Foto: Thomas Rösler | Foto: Thomas Rösler2021/12/IMG_3638-scaled.jpg

Diskussion um den Wolf

Und zu guter letzt folgt ein Thema, das uns das gesamte Jahr über immer mal wieder beschäftigt hat: Der Wolf. Nachdem bei Illafeld Rehe gerissen wurden, entflammten die Debatten erneut. Es gab über das gesamte Jahr verteilt immer mal wieder Informationsveranstaltungen, Ideensammlungen und mehr. Alles zum Thema finden Sie hier auf unserer Themenseite.

So einfach wie auf dieser Fotomontage ist es in der Realität nicht. In Wolfsgebieten müssen Weidetiere mit Elektrozäunen vor den Beutegreifern geschützt werden. / Foto: agrarmotive/stock.adobe.com | Foto: agrarmotive/stock.adobe.com2021/04/NL-Wolf-Weidetier-scaled.jpg

Blaulicht, Unfälle, Gericht und mehr

Schneeunfälle

Das Jahr 2021 begann mit reichlich Schnee, viele Loipen waren gespurt und Kinder freuten sich Schlitten fahren zu können. Mitte Januar brach bei Alfeld ein langjähriges Mitglied des TV Leinburg zusammen und starb noch vor Ort. Rettungs- und Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. Alfeld bricht ein langjähriges Mitglied des TV Leinburg zusammen und stirbt noch vor Ort.“>Hier geht es zum Artikel. Am selben Wochenende kam es zu weiteren teils schlimmen Unfällen beim Rodeln am Schnaittacher Rothenberg und bei anderen Schneeaktivitäten.

Ein Notarzt wurde mit dem Rettungshubschrauber zum Einsatzort mit epileptischem Krampfanfall geflogen. / Archiv: Schuster | Foto: U. Schuster2021/01/IMG-0006a.jpg

Drohbrief mit Patrone

Die Bundesanwaltschaft hat Ende Januar vor dem Oberlandesgericht München Anklage gegen Susanne G. erhoben. Vorgeworfen wird der Diepersdorferin, einen Brandanschlag vorbereitet zu haben. Sie soll außerdem für eine Serie von Drohbriefen an zwei Politiker, einen Flüchtlingsverein und die Röthenbacher Moschee im Winter 2019/2020 verantwortlich sein. Hier mehr dazu.

Dieses Foto veröffentlichte die Türkisch-Islamische Gemeinde. Es soll den Drohbrief zeigen. /Archiv: Ditib Röthenbach | Foto: Ditib Röthenbach2020/03/ESXlSPSWoAE49QO.jpeg

Welcome home, Katharina

Vier Monate nach ihrem schweren Motorradunfall in den USA war die Altdorferin Katharina Preu wieder zuhause. Das Nürnberger Flugunternehmen FAI hat den Rücktransport durchgeführt. Am 10. Oktober 2020 war Preu, die seit vielen Jahren in den USA lebt und dort ein Studium zur Krankenschwester absolviert, in den Canyons nahe Utahs Hauptstadt Salt Lake City auf dem Heimweg gestürzt. Mehrere schwere Operationen und ein künstliches Koma folgten.

Kuriose Unfälle

Mitte Februar hat ein Auto, das auf einer Eisfläche auf den Pegnitzwiesen bei Ottensoos eingebrochen war, Rettungskräfte und Polizei vor Rätsel gestellt. Doch schnell war klar: Zwei 19-Jährige hatten den Opel bei einem absichtlichen Drift-Manöver im Eis versenkt und waren dann geflüchtet. Hier geht es zum Artikel.

Zunächst versuchten Mitglieder der Feuerwehr, das Auto mit einer Seilwinde aus dem Wasser zu ziehen. / Archiv: Schuster | Foto: Schuster2021/02/IMG_1349a.jpg

Ähnlich unglücklich ist im April ein Unfall in Lauf verlaufen: Eigentlich wollte eine Rückersdorferin in der Mauergasse in der Laufer Altstadt nur parken. Doch weil sie Bremse und Gaspedal verwechselte, fuhr die 55-Jährige am mit dem Tesla ihres Sohnes durch die Rückwand ins Modegeschäft „Cecil“.

Bei dem Unfall entstanden rund 70000 Euro Schaden. / Archiv: Kirchmayer | Foto: Kirchmayer2021/04/Unfall-Lauf-Cecil-Tesla-kir-scaled.jpg

Zusammenstoß auf der B14

Zu einem folgenschweren Unfall ist es Ende Mai auf der B14 am Bräunleinsberg gekommen. Bei einem frontalen Zusammenstoß sind drei Personen schwer verletzt worden; der Fahrer eines der beteiligten Autos erlitt sogar lebensgefährliche Verletzungen. Die Autos waren nach einem missglückten Überholmanöver zusammengestoßen.

Nach dem Unfall war die B14 in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. /Archiv: Schuster | Foto: Schuster2021/05/IMG_4607a.jpg

Polizisten schwer verletzt

Auch im Juli ereignete sich ein schwerer Unfall auf der A6 bei Altdorf, bei dem zwei Beamte der Autobahnpolizei Feucht schwer verletzt wurden. Die beiden Beamten waren zu einem Unfall gerufen worden.Sie saßen noch im Wagen, als der Fahrer eines nachfolgenden BMW aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Auto verlor, nach rechts von der Fahrbahn abkam und mit hoher Geschwindigkeit in das Polizeifahrzeug fuhr.

Mit hoher Geschwindigkeit fuhr der BMW auf den stehenden Streifenwagen auf. Foto: News/52021/07/Unfall2.jpg

Abstürze am Hohlen Fels in Happurg

Ende Mai und Anfang Juni haben sich gleich zwei Unfälle innerhalb von kurzer Zeit am hohlen Fels bei Happurg ereignet. Eine Frau fiel knapp 20 Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer. Ein paar Tage später stürzte ein Mann unglücklich. Beide mussten mit dem Rettungshubschrauber per Seilwinde geborgen werden. Vor allem an den schönen Frühlings- und Sommertagen haben sich am Hohlen Fels teilweise bis zu 200 Leute aufgehalten.

So sah die Rettungsaktion des Mannes aus. / Archiv: Viktorin | Foto: Viktorin2021/06/DSC9664-scaled.jpg

Ebenfalls im Juni ereignete sich ein weiterer schwerer Unfall am Happurger Stausee, allerdings diesmal nicht am Hohlen Fels: Eine damals 18-jährige Neumarkterin fuhr alleine die Bergseestraße von Happurg nach Deckersberg hinauf. In einer leichten Linkskurve kam sie auf ihrer nagelneuen Suzuki aus ungeklärter Ursache nach rechts aufs Grün, driftete eine abschüssige Wiese entlang und krachte dann gegen einen Stoß Brennholz. Sie wurde schwer verletzt.

112 Kräfte im Einsatz

Großeinsatz von Feuerwehren und Rettungsdienst in Schönberg: Hier brannte eine Scheune im Ortskern komplett nieder. Es entstand ein Schaden von vermutlich mehreren 100 000 Euro. 112 Einsatzkräfte kämpften rund drei Stunden um die lodernden Flammen unter Kontrolle zu bekommen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Rauchsäule hoch am Himmel. / Archiv: FFW Lauf/Facebookseite | Foto: FFW Lauf/Facebookseite2021/06/scheunenbrand-schonb-ffw-lauf.jpg

Emotionales Gerichtsverfahren

Wegen der fahrlässigen Tötung eines Kumpels aus Jugendtagen musste sich ein Mann im Juli verantworten. Am 25. September 2019 gegen 23 Uhr war er mit seinem Freund auf dem Beifahrersitz von Schwarzenbruck Richtung Burgthann gefahren – mit mindestens 158 Kilometer pro Stunde, wie ein Gutachter später berechnet. In einer Linkskurve schneidet er die Gegenfahrbahn, mit gut 75 Prozent des Seat Leons, als er mit einem ausgewachsenen Wildschwein kollidiert. Der Airbag löst aus. Später kollidiert das Auto mit einem Baum. Sein Beifahrer stirbt noch vor Ort.

Brand und Spekulationen

Im Gebäude einer Gaststätte in der Nürnberger Straße in Lauf brach Ende Oktober in einer Nacht ein Feuer aus; Einsatzkräfte mussten einen 46-jährigen Bewohner mit der Drehleiter retten. Der Mann kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Später nahm die Polizei Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung gegen den Mann auf.

Am Tag danach: Der Dachstuhl des Gebäudes an der Nürnberger Straße war vollständig ausgebrannt. /Archiv: Beck | Foto: Beck2021/10/IMG_7975-scaled.jpg

Das Corona-Jahr 2021

Hotel Homeoffice

Wir begannen das Jahr 2021 mit einem Lockdown und nächtlicher Ausgangssperre. Böllern? – Nur auf dem eigenen Grundstück erlaubt. Clubs, Discos, Gastronomie und alle Geschäfte bis auf Lebensmittelläden und Läden des täglichen Bedarfs waren geschlossen. Da kam so manch einem Hotel eine zündende Idee: Wenn Übernachtungsgäste nicht erlaubt sind, warum nicht das Hotelzimmer als Ort für Homeoffice-Arbeit umfunktionieren?

Impfungen starten

Ebenfalls im Januar ging es auch im Nürnberger Land los mit den ersten Impfungen – zunächst erhielten nur die Risikogruppen und vor allem die Älteren eine Dosis des Vakzins von Biontech. Andere Mittel waren zu dieser Zeit noch nicht zugelassen. Mitte Februar waren rund 13 Prozent der über 80-Jährigen geimpft, 23 Prozent hatten eine erste Dosis erhalten. Alles dazu hier im Artikel.

Ilse Nestler aus Schwarzenbruck war im Februar mit ihren 92 Jahren eine der ältesten Patientinnen von Dr. Claudia Aschenbrenner im Röthenbacher Impfzentrum. Archivbild: Alex Blinten | Foto: Blinten2021/01/Scharzenbruck-Nestler-1-scaled.jpg

Click and Meet

Neben dem altbewährten Bestellen und Abholen in den Restaurants, konnte man im März auch in allen anderen Geschäften online bestellen, oder anrufen und dann zu einem vereinbarten Zeitpunkt die Ware abholen. Doch neben Click and Collect, kam dann auch das Click and Meet – Shoppen nach Terminvereinbarung. Mehr dazu hier.

Kein Astra, dafür Arzt

Im März hat das Nürnberger Land – wie alle Kommunen – auf Anweisung des Gesundheitsamtes die Impfungen mit Astra Zeneca zunächst eingestellt. Hier der Artikel. Dafür ging es langsam mit den Biontech- und Moderna-Impfungen in den Hausarztpraxen los.

Notbremse

Weil die Sieben-Tage-Inzidenz im Nürnberger Land Ende März den Wert 100 überschritt, musste die „Notbremse“ gezogen werden und strengere Regeln traten in Kraft. Terminshopping war dann nicht mehr möglich und die Geschäfte mussten zurückkehren zum „Click and Collect“-System.

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Impf-Chaos

Anfang April funktionierte die Termin-Software Bayimco an einem Wochenende nicht und durch Mundpropaganda verbreitete sich schnell die Nachricht von Impfungen ohne Termin in Röthenbach. Lange Schlangen und Chaos waren die Folge.

Diese Schlange von Menschen ohne Termin bildete sich an einem Samstagmittag vor dem Impfzentrum. Sie alle erhielten, wie insgesamt 744 an diesem Tag, trotzdem noch eine Impfung. Alle später Kommenden mussten abgewiesen werden. / Archivfoto: Unfried | Foto: Unfried2021/04/Rothenbach-Impfschlange-ohne-Termin-net.jpg

Krankenhäuser vor Problemen

Die Verbreitung der britischen Variante des Coronavirus führte Mitte April dazu, dass die Krankenhäuser im Nürnberger Land mit mehr Corona-Patienten belegt waren, als noch in der Zeit davor.

Weitere Impfzentren

Im Mai wurde in der Stadt Hersbruck ein eigenes Impfzentrum eingerichtet, damit die Menschen sich die Fahrt nach Röthenbach ersparen konnten. Während der Sommermonate war es geschlossen und nun ist es seit einigen Wochen wieder in Betrieb genommen worden.

Freuen sich über die neue Impfstelle im Stadthaus Hersbruck: Christian Mertel vom BRK, Versorgungsarzt Dr. Martin Seitz, Bürgermeister Robert Ilg, Landrat Armin Kroder, Dr. Christian Stock von den Maltesern und BRK-Kreisgeschäftsführer Markus Deyhle (v. rechts). /Archiv: Porta | Foto: Porta2021/05/DSC-4942.jpg

Hotspot Pflegeheim

Nachdem in den Wochen zu vor immer wieder Coronafälle in Altenheimen bestätigt wurden, entspannte sich die Lage Ende April wieder leicht. Hier mehr dazu.

Entspannung im Sommer

Während der Sommermonate gab es leichte Entspannung. Biergärten durften öffnen und Gäste empfangen, Freibäder waren ebenfalls geöffnet und im Herbst durften auch die Hallenbäder wieder ihre Pforten für Besucher öffnen. Reisen waren eingeschränkt – mit Impfung oder Schnelltest – möglich. Doch Corona hat nicht nur verändert, wohin wir reisen, sonder auch wie. Das bekamen auch die Hotels zu spüren, die sich auf eine veränderte Gästestruktur einstellen mussten. Hier geht es zum Artikel.

Beschränkung für Ungeimpfte

Nachdem die Zahlen im Herbst wieder rasant anstiegen, wurden Anfang Oktober die 2G-Regelung eingeführt. Ungeimpfte dürfen seither nicht mehr ins Kino oder zum Sport.

Symbolbild / Foto: JFsPic /stock.adobe.com | Foto: JFsPic /stock.adobe.com2021/11/rote-ampel-corona-symbolfoto-scaled.jpg

Besuchsverbot in den Krankenhäusern

Angesichts der steigenden Zahl an Corona-Intensivpatienten verhängten die Krankenhäuser im Nürnberger Land ein Besuchsverbot. Hier mehr dazu.

Keine Weihnachtsmärkte

Zeitgleich wurden ebenso die Weihnachtsmärkte im Nürnberger Land und in ganz Bayern verboten. In Hersbruck hatte man sich bereits im Vorfeld für eine Absage entschieden, in Lauf traf die Absage der Märkte seitens des Freistaates die Budenbetreiber hart. Hier mehr.

Das Karussell auf dem Laufer Marktplatz wurde am Donnerstag wieder abgebaut, Schausteller Armin Grauberger ärgert sich über die kurzfristige Absage des Marktes – längst ist alles vorbereitet, auch die Zutaten für seinen Langosstand sind schon gekauft. /Archivbild: Kirchmayer | Foto: Kirchmayer2021/11/Armin-Grauberger-Laufer-Weihnachtsmarkt-2-kir-scaled.jpg

Hohe Inzidenz

Ende November steigt die Sieben-Tage-Inzidenz im Nürnberger Land zeitweise sogar über 550. Überall in Deutschland erreichen Kommunen Spitzenwerte. In Kommunen mit einer Inzidenz über 1000 gilt ein strenger Lockdown. Jetzt zum Jahreswechsel sind die Zahlen wieder gesunken.

Kein Böllerverkauf und Ansammlungsverbot

Das Jahr schließt zwar nicht mit einem Lockdown an Silvester wie im vergangenen Jahr, Regelungen gibt es aber dennoch. So durften im Vorfeld keine Feuerwerkskörper verkauft werden und an bestimmten Orten im Nürnberger Land gilt an Silvester ein Ansammlungsverbot. Treffen dürfen sich generell nur maximal zehn Geimpfte, oder Genesene. Dafür gibt es allerdings eine Ausnahme von der Sperrstunde: In der Nacht ins neue Jahr müssen Restaurants nicht um 22 Uhr schließen.

Grüppchenbildung ist auch heuer an Silvester wieder an bestimmten Orten verboten. /Foto Pressmaster/stock.adobe.com | Foto: Pressmaster/stock.adobe.com2021/12/Pressmaster_AdobeStock_295541585.jpeg

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