NÜRNBERGER LAND - Seit vielen Jahren bietet der Bund Naturschutz Exkursionen für Schulklassen an. Das Programm „Sehnsucht Wildnis“ ist für alle Jahrgangsstufen geeignet. Zur Amphibienkartierung sucht der BN zudem noch Unterstützer.
Die Themen im Programm „Sehnsucht Wildnis“ des Bund Naturschutz sind vielfältig und nur von Wetter und Jahreszeit abhängig. Häufige Themen sind Wiese, Wasser, Hecke oder Wald, aber auch einzelne Tiergruppen etwa Wirbellose, Vögel, Biber, Beutegreifer, Fledermäuse oder besondere Themen wie Biodiversität oder Nachhaltigkeit können angeboten werden. Die Programme sind von Fachkräften durchgeführt und daher nicht kostenlos.
Die Referentinnen kommen zu den Schulen, damit möglichst wenige Fahrtkosten anfallen. Die Themen sind auch für Schullandheim-Aufenthalte geeignet. Auch das Energiespardorf steht als Modell bereit, um an jeweils einem Vormittag mit Jugendlichen das Thema Energie verbunden mit dem Thema Biodiversität und demokratischen Strukturen zu erarbeiten. Das Modell ist für Klassenstufen ab Klasse 8 optimiert, kann aber auch an jüngere Gruppen ab Klasse 5 angepasst werden. Auch für Berufliche Schulen sowie für Firmen-Schulungen kann das Modell eingesetzt werden.
Ein weiteres Angebot sind Geburtstagsfeiern für Kinder, die entweder in der Geschäftsstelle stattfinden können oder auch beiden Familien vor Ort. Für alle Angebote gibt es noch freie Kapazitäten, Buchungsanfragen können über die Kreisgruppe oder über Ortsgruppen gestellt werden. Infos gibt es unter: www.nuernberger-land.bund-naturschutz.de.
Amphibienkartierung
Aktuell läuft die diesjährige Citizen-Science-Kartierung von Laichgewässern im Landkreis auf Hochtouren. Bisher konnten die Aktiven der Kreisgruppe bereits die Daten der einzelnen Tiere an den Zäunen und weitere Einzelmeldungen von Tierfunden für die amtliche Artenschutzkartierung aufbereiten, über 80 Datensätze wurden eingepflegt.
Miranda Bellchambers, Vorsitzende der Kreisgruppe erläutert: „Damit ist nun die Tier-Datenlage bereits deutlich besser als zu Beginn des Jahres.“ Die Gewässer sind jedoch so zahlreich, dass noch viel mehr Menschen sich auf die Suche machen könnten.
Alle Meldungen zu möglichen Gewässern, Amphibienfunde und auch Daten aus den vergangenen fünf Jahren können eingereicht werden. Am besten sind Fotos mit Standort-Daten. „Auch private Gartenteiche sind interessant, ebenso wie die quakenden Grünfrösche, die demnächsterwachen. Molche, Salamander, Gelbbauchunke, Laubfrosch und Co. müssen bekannt sein, damit man sie schützen und unterstützen kann“, ergänzt Anita Bitterlich, Geschäftsführerin des Bund Naturschutz im Landkreis.
Es ist auch wichtig, zu wissen, in welchem Gewässer noch niemand wohnt und wann diese im Sommer austrocknen. „Um eine Auswertung für den Landkreis zu erarbeiten und Empfehlungen für einen Biotopverbund für Amphibien zu erstellen, braucht es noch viel mehr Meldungen“, sagt Bellchambers.
Info: Infos zum Mitmachprojekt sind auf der BN-Internetseite verfügbar: www.nuernberger-land.bund-naturschutz.de
