POMMELSBRUNN - Der CSU-Landtagsabgeordnete Norbert Dünkel hat anlässlich des Bayerischen Tags der Ausbildung das Bauunternehmen Maisel in Hohenstadt besucht. Staatsministerin Ulrike Scharf hatte Mandatsträger aufgefordert, an diesem Tag mit Unternehmensbesuchen ein Zeichen für die duale Ausbildung zu setzen.
Dünkel sprach laut eigener Pressemitteilung mit Geschäftsführer Jörg Maisel über die Ausbildungskultur des Familienunternehmens. Maisel Bauunternehmung bildet Fachkräfte in mehreren Berufsfeldern aus: Maurer, Stahlbetonbauer, technische Zeichner sowie in kaufmännischen Berufen. Derzeit absolvieren etwa acht junge Menschen ihre Ausbildung im Unternehmen. Jährlich kommen rund drei neue Auszubildende hinzu. Das Unternehmen setzt auf persönliche Begleitung durch einen erfahrenen Ausbilder und einen eigens eingesetzten Ausbildungsleiter, der Azubis auch bei schulischen Herausforderungen und persönlichen Anliegen unterstützt.
Anton Suschke gewinnt Maurer-Wettbewerb
Nach Angaben der Firma gelang es dem Betrieb durch Engagement auf Ausbildungsmessen und gezieltes Social Media Marketing, Ausbildungsplätze zu besetzen. Ein Höhepunkt 2025 sei die Auszeichnung von Anton Suschke, Azubi der Maisel Bauunternehmung gewesen, der zum besten Maurer-Azubi Bayerns gekürt wurde.
Die Anerkennung von Handwerk und Ausbildung müsse laut Dünkel weiter wachsen: „Wer eine Ausbildung absolviert, wählt keinen Weg zweiter Klasse. Ein Handwerksberuf bietet heute hervorragende Perspektiven, oft sogar bessere als ein Studium. Das müssen wir viel selbstbewusster kommunizieren.“
Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt zeigt nach Daten der Bundesagentur für Arbeit vom Mai 2026: Im Nürnberger Land treffen 690 Bewerberinnen und Bewerber auf 590 gemeldete Ausbildungsstellen. Gleichzeitig bleiben 300 Ausbildungsstellen unbesetzt, während 360 junge Menschen noch unversorgt sind. „Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass es nicht am Willen der Jugendlichen mangelt, sondern daran, Bewerber und Betriebe passgenau zusammenzubringen“, so Dünkel. Unternehmen wie Maisel leisteten hier einen unverzichtbaren Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.
