NÜRNBERGER LAND - Zweimal jährlich lädt Armin Kroder Ehrenamtliche aus den Bereichen Asyl und Integration zu einem Austausch mit den Fachstellen des Sozialamts, der Ausländerbehörde und des Jobcenters ein. Ziel der Treffen ist es, aktuelle Entwicklungen zu besprechen, Erfahrungen auszutauschen und konkrete Fragestellungen zu klären.
Rund 40 Ehrenamtliche aus mehr als zwölf Helferkreisen sind der Einladung gefolgt. Der Landrat würdigte das Engagement und betonte, dass ihr Einsatz alles andere als selbstverständlich sei.
Im Mittelpunkt standen diesmal unter anderem die Änderungen durch das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS), aktuelle Entwicklungen bei der Integration in den Arbeitsmarkt sowie eine Zwischenbilanz des Chancenaufenthaltsrechts. Viele Menschen aus dem Landkreis konnten durch diese Regelung bereits einen langfristigen Aufenthaltstitel erlangen.
Persönliche Erfahrungen und Integrationsbeispiele
Viele ehrenamtlich Engagierte brachten eigene Anliegen ein. Diskutiert wurden Probleme in der Unterkunftsverwaltung, bürokratische Hürden sowie die sehr langen Bearbeitungszeiten bei Behörden, die insbesondere bei der Aufnahme von Arbeits- und Ausbildungsverhältnissen die Integration erschweren. Gleichzeitig wurde auch positives Feedback geäußert, beispielsweise in der Kommunikation mit den lokalen Fachstellen und einigen Verbesserungen in der Unterkunftsverwaltung. Die Integrationslotsen des Nürnberger Landes stellten ihre Unterstützungsangebote vor. Dazu zählen Schulungen, Veranstaltungen für das zweite Halbjahr 2026, Austausch- und Vernetzungsformate sowie regelmäßige Informationen für Ehrenamtliche.
Das Treffen sei laut Pressemeldung des Landratsamtes geprägt gewesen von einem offenen und respektvollen Dialog zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen. Einigkeit habe darüber bestanden, dass persönlichen Erfahrungen und gelungenen Integrationsbeispielen in der öffentlichen Debatte mehr Raum gegeben werden sollte, um Vorurteilen entgegenzuwirken. „Schutzsuchenden zu helfen, wird auch weiterhin Bestandteil unseres sozialen Landkreises bleiben“, betonte Landrat Armin Kroder.
