Keine Schnelltests mehr an Altdorfer Grundschule

Schon wieder eingestellt

So sieht das Testkit für die Altdorfer Reihentests aus, die vorläufig eingestellt wurden. Analysiert wurden die PCR-Tests vom Weidener Labor Synlab. | Foto: Alex Blinten2021/03/Altdorf-Testkit-scaled.jpg

ALTDORF – Das Weidener Labor Synlab führt vorläufig keine PCR-Tests mehr für die Altdorfer Grundschule durch. Die Unterbrechung der Reihentests bedauern Schulleiterin Carola Stöhr und Bürgermeister Martin Tabor.

Die Altdorfer Grundschule muss nach nicht einmal einer Woche die Corona-Reihentests wieder einstellen. Wie berichtet, war die Schule eine der ersten bundesweit, die mit einem fertigen Konzept starten und die Kinder tagesaktuell testen konnte. Das Weidener Labor Synlab hat nun die Zusammenarbeit aufgekündigt. Schulleiterin Carola Stöhr bedauert den Schritt des Labors außerordentlich – auch vor dem Hintergrund, dass in der ersten Testwoche bereits ein Kind identifiziert werden konnte, das völlig symptomfrei, aber mit Corona infiziert war.

Vorläufig keine Tests mehr

Die Altdorfer Reihentests sind ein Baustein des Hygienekonzepts der Schule zur rechtzeitigen Unterbrechung von Infektionsketten. Jetzt ist das Altdorfer Konzept unterbrochen, weil vorläufig nicht mehr getestet werden kann. Es fand sich auf die Schnelle nämlich kein anderes Labor, das die Reihentests für die Weidener übernehmen könnte. Es gibt weit und breit offenbar kein Labor, das ausreichend Testkits vorrätig hat. Der Stadt Altdorf als Schulträger hat Synlab signalisiert, dass man an einer großen Teststrategie für die ganze Region arbeite und möglicherweise bereits im Lauf der nächsten Woche wieder in die Reihentestungen einsteigen kann. Warum aber jetzt in Altdorf unterbrechen? „Die Gründe sind für uns unerklärlich“, schreibt Bürgermeister Martin Tabor in einem Brief an die Eltern.


Das Konzept für die Altdorfer Reihentests haben Matthias und Anna Kreuzeder von der Altdorfer Markt-Apotheke entwickelt und dann in enger Abstimmung mit Stadt und Schulleitung ins Werk gesetzt. Ob es wieder aufgenommen werden kann, ist offen. Bürgermeister Tabor hofft jedenfalls, dass die Tests spätestens in der kommenden Woche wieder durchgeführt werden können. Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat angekündigt, noch in dieser Woche die ersten Schnelltests an Kitas und Schulen zu bringen, sogenannte Nasenbohrertests, wie sie bereits seit Monaten in Östereich zugelassen sind und dort täglich angewandt werden. Dabei handelt es sich allerdings nicht, wie bei den Reihentests an der Altdorfer Grundschule, um PCR-Tests, die als bester Nachweis einer Covid-Infektion gelten. Ein Antigen-Schnelltest ist nicht ganz so zuverlässig wie ein PCR-Test. Er kann jedoch infizierte Personen mit einer hohen Viruslast erkennen. In Pflegeheimen und Kliniken gehören Antigen-Tests mittlerweile zum Testkonzept.

Organisatorische Gründe

Holetschek will in den kommenden Tagen 1,3 Millionen Schnelltests an bayerische Schulen und Kitas bringen, an den Schulen sollen sie allerdings nur für Jungen und Mädchen ab 15 Jahren vorgesehen sein. Christian Ries ist Pressesprecher bei Synlab. Anlass für die Unterbrechung der Testungen in Altdorf, so erläutert er, sind allein organisatorische Gründe. Die Pooling-Tests sollen künftig in vielen Schulen durchgeführt werden: „Vor diesem Hintergrund befinden wir uns derzeit in engem Austausch mit den zuständigen regionalen Behörden, um das Testen entsprechend des abgestimmten Vorgehens schnellstmöglich wieder aufzunehmen“, betont Ries.

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