Teststrategie für Landkreis-Schulen

Zum Abstrich in die Aula

An die Landkreiseigenen Schulen wurden diese Woche die ersten Schnelltests verteilt. | Foto: Milos/stock.adobe.com2021/03/AdobeStock-394136533-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Seit Montag sichert der Landkreis den Präsenzunterricht der Abschlussklassen mit einer eigenen Schnelltest-Strategie ab.

Horst Oertel, in der Kämmerei für Schulbelange zuständig, gab im Kreistag einen kurzen Einblick in das seit 1. März geltende Konzept an den landkreiseigenen Schulen (im wesentlichen Gymnasien, Real- und Berufsschulen). Die Empfehlung des Kultusministeriums, die Schnelltests in Testzentren oder bei niedergelassenen Ärzten durchführen zu lassen, werde als „nicht attraktiv“ empfunden. Deshalb setzt der Kreis darauf, diese vom BRK und in Absprache mit der jeweiligen Schule vor Ort machen zu lassen, unterstützt durch medizinisch vorgebildetes Personal der Schule, etwa durch Schulsanitäter.

7200 Nasenabstrich-Tests von Siemens Healthcare wurden bis dato für die rund 900 bis 1000 derzeit anwesenden Schüler verteilt, so Oertel. Auch hier gilt: Ist ein Ergebnis positiv, muss zur Bestätigung ein PCR-Test folgen. Geplant ist, dieses Testregime vorerst bis Ostern aufrechtzuerhalten. Am Donnerstag sollten vom Freistaat für Jugendliche ab 15 Jahren zusätzliche Selbsttests dazukommen. Oertels Fazit: „Wir müssen flexibel bleiben.“


Auch Gemeinden einbinden

Schnaittachs Bürgermeister Frank Pitterlein regte an, die Gemeinden über diese Teststrategie zu informieren. Sie solle nicht nur den weiterführenden Schulen vorbehalten bleiben, sondern auch an Grundschulen und Kitas – die in die Verantwortung der Kommunen fallen – eingeführt werden kann. „Ein einheitliches Vorgehen würde die ohnehin angespannten Eltern entlasten, weil die sich dann nicht erst überlegen müssten, ob ihr Kind nun getestet wird oder nicht“, sagte er.

Ein Vorschlag, den Kroder zwar begrüßte: „Selbstverständlich geben wir die nötigen Informationen weiter.“ Wie sich die Gemeinden aber verhalten, bis feststeht, ob und in welcher Höhe Bund und Land für die eigentlich schon zum 1. März versprochenen kostenlosen Schnelltests aufkommen, darauf habe er keinen Einfluss.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren