Schmuckunternehmer kauft Grundstück

Sabo-Zentrale in Lauf rückt näher

Das Gewerbegebiet Lauf Süd aus der Vogelperspektive. Links die S-Bahn-Strecke, oben die B-14-Umgehung und rechts die Autobahn A 9 mit der Ausfahrt Lauf Süd. In der Mitte ist deutlich der neue Oskar-Sembach-Ring zu erkennen, an dem bereits erste Gewerbebauten stehen. Im Vordergrund, Richtung Autobahn, die Waldfläche, die jetzt gerodet und als Erweiterungsfläche erschlossen werden soll. Die linke, größere Fläche gehört jetzt Thomas Sabo, auf der kleineren Fläche genau im Eck von Autobahn und Bundesstraße will Lauf seinen neuen Bauhof errichten.2012/12/55364_karte_New_1355240764.jpg

LAUF — Bei der Weihnachtsfeier hatte es als Erstes die Belegschaft erfahren: Thomas Sabo, Schmuckhersteller von Weltrang aus Lauf, hat im Gewerbegebiet Lauf-Süd eine über 30 000 Quadratmeter große Fläche erworben. Damit hat der Selfmade-Unternehmer ein klares Bekenntnis zu Lauf abgegeben, denn an der Autobahnausfahrt Lauf-Süd soll vermutlich ab 2014 das neue Thomas Sabo-Headquarter entstehen.

Am Freitag vergangener Woche war der Vertrag unterschrieben worden, wie Bürgermeister Benedikt Bisping gestern auf Nachfrage der Pegnitz-Zeitung und in Absprache mit dem Laufer Schmuckhersteller bestätigte. Ein sehr guter Tag für Lauf, kommentierte das Laufer Stadtoberhaupt den erfolgreichen Notartermin. „Ein wichtiger weiterer Schritt für eine langfristige und nachhaltige Stadtpolitik.“ Dabei seien die Verhandlungen mit dem Unternehmen sehr harmonisch verlaufen.

Sabo selbst wollte vor der versammelten Belegschaft bei der Feier in Nürnberg die Kaufentscheidung ebenfalls als klares Bekenntnis zur Kreisstadt verstanden wissen. Hier sieht er Entwicklungspotenzial für sein Unternehmen. Immerhin fast 400 Mitarbeiter beschäftigt Thomas Sabo derzeit schon in zwei Häusern in Lauf.

In der neuen Firmenzentrale im Gewerbegebiet Lauf Süd sollen künftig alle Aktivitäten zusammengefasst werden. In den Gebäuden werden die Sabo-Verwaltung und die Logistik des Schmuck-Imperiums untergebracht. Wie die Zentrale aussehen wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden, meinte ein Firmensprecher vor einigen Wochen im Rahmen einer Pressekonferenz, als Sabo vom Handelsverband Mittelfranken zum Unternehmen des Jahres gekürt wurde. Derzeit laufen die Planungen auf Hochtouren, 2014 könnte vermutlich mit dem Bau begonnen werden.

Geld für Erschließung im Etat

Diese Pläne würden sich nämlich gut mit denen der Stadt Lauf decken. Dort hat der Stadtrat längst einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal an der Berliner Autobahn beschlossen. Derzeit läuft das Verfahren auf Hochtouren, als Nächstes erfolgt die vorgezogene Bürgerbeteiligung und im Sommer 2013, so die Bauamtsleiterin in Lauf, Annette Nürnberger, könnte der Plan als Satzung verabschiedet werden. Die erste sichtbare Aktion wird vermutlich Anfang des Jahres die Rodung des Waldes auf dem Gelände sein. Dann folgt die Erschließung. Im Haushalt 2013 jedenfalls steht schon Geld für Kanal- und Straßenbau bereit.

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