Baubeginn noch in diesem Jahr

Grünes Licht für Sabo-Zentrale in Lauf

Animation des neuen Sabo-Bürokomplexes der ab Ende des Jahres zusammen mit demLogistikzentrum im Gewerbegebiet Lauf Süd II entstehen soll. Glas und Aluminium zieren die Fassade des 19 Meter hohen Gebäudes.Entwurf: jb architekten2013/07/67069_DSC_0004_New_1374765964.jpg

LAUF — Noch in diesem Jahr will die Laufer Schmuckfirma Thomas Sabo mit dem Bau ihrer Unternehmenszentrale, dem World Headquarter, beginnen. Einstimmig segnete der Laufer Bauausschuss den Bauantrag für die zwei modernen Gebäude – das viergeschossige Bürohaus und das rund 100 Meter lange Logistikzentrum – auf dem über drei Hektar großen Sabo-Areal an der Autobahn im Bereich der Anschlusssttelle Lauf Süd ab.

Vor der Zustimmung zum konkreten Bauantrag musste sich der Bauausschuss allerdings noch mit einigen wenigen Einwänden von Behörden zum gesamten Bebauungsplan für das Gebiet Lauf Süd II befassen. Unter anderem konnte dabei die Verwaltung der Stadt einem Einwand des Landratsamtes, dass die Fläche zu massiv bebaut würde, nicht folgen. Zum einen erfordere die Gewerbeflächensituation eben eine möglichst optimale Ausnutzung von Flächen, zum anderen würde die sogenannte Baumassenzahl sogar noch unterschritten, sodass aus städtebaulicher Sicht keine Bedenken auch gegen viergeschossige Gebäude bestehen, meint man bei der Stadt. Aus Gründen des Flächenmangels will die Stadt auch die Einwendung des Landwirtschaftsamtes, den Abstand zu den noch stehenden Bäumen auf 25 Meter auszudehnen, nicht akzeptieren. Bedenken des Landratsamtes in Sachen Lärmschutz dagegen sind ausgeräumt, weil die Firma Sabo jetzt definitiv keine Geschäftsführerwohnung auf dem Gelände plant. Seitens der Bevölkerung waren bei der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes gar keine Einwendungen eingegangen. Trotzdem muss der Plan wegen der anderen Einwände und entsprechender Änderungen jetzt nochmals ausgelegt werden.

Einem Baubeginn für die Thomas-Sabo-Zentrale wie geplant noch im November steht das aber wohl nicht mehr entgegen. Die beiden mächtigen Gebäude jedenfalls fanden schnell die Zustimmung der Stadträte. Ohne Diskussionen wurde das Projekt aus der Feder des Nürnberger Büros jb architekten abgesegnet.

Aluminium und Glas prägen die Fassaden des Bürokomplexes und des Logistikzentrums. Das Verwaltungsgebäude mit fast quadratischem Grundriss und etwa 40 Meter Seitenlänge umschließt einen glasüberdachten Atrium-Innenhof und ragt mit seinen vier Stockwerken rund 19 Meter in die Höhe. Im Erdgeschoss entstehen ein großzügiges Foyer, mehrere Konferenzräume, ein Restaurant und Fitness- und Sporträume für die Mitarbeiter. In den drei Etagen darüber ist Platz für über 4000 Quadratmeter Bürofläche.

Ganz anderes und doch gleich was die attraktive Fassade angeht das hinter (westlich) dem Bürokomplex liegende Logistikzentrum. Dieses Gebäude ist fast 100 Meter lang und 60 Meter breit, mit seinen zwei Geschossen allerdings auch nur neu Meter hoch. Im Inneren finden sich ein Palettenlager, das Versandzentrum, mehrere Büros und Werkstatträume. Außen bestimmen auch hier Aluminium und Fensterbänder das Bild.

Die Optik ist das eine, die moderne Technik und die hochwertige Ausführung das andere. So wird bei beiden Gebäuden beispielsweise größter Wert auf Energieeffizienz und CO2-Einsparung gelegt. Der Standard liege hier noch über den Ansprüchen an Niedrigenergie-Häuser. In Sachen Lärmschutz wird durch das System moderner „Kastenfenster“, dem Standort in Autobahnnähe Rechnung getragen. Zusammen mit der hohen Lärmschutzwand direkt an der A9 können so sämtliche Immissionschutzrichtlinien problemlos eingehalten werden.

Großer Wert wird bei Sabo auch auf die Außengestaltung des Areals gelegt, wie ein Blick auf den Grundrissplan zeigt. Das Gelände mit seinen 32 000 Quadratmetern wird einschließlich aller Straßen und Wege sowie den 240 Stellplätzen für Autos nur etwa zur Hälfte bebaut. Der Rest, vor allem die Fläche Richtung Südwesten zur Autobahn hin, bleibt als Grünzone mit Bäumen erhalten. Es könnte in Zukunft aber auch für eine Erweiterung genutzt werden.

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