„Stolz, daran mitgewirkt zu haben“

Norbert Dünkel lobt Investitionen in Feuerwehren und Rettungsdienste

Auf die Feuerwehren ist Verlass. Damit das auch so bleibt, will der Freistaat über 433 Millionen Euro in Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutz investieren.
Auf die Feuerwehren ist Verlass. Damit das auch so bleibt, will der Freistaat über 433 Millionen Euro in Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutz investieren. | Foto: Andreas Sichelstiel/Archiv2026/05/68d59da9ec1f984620da92a77b317f55d2fde967_max1024x.jpg

NÜRNBERGER LAND - Der Bayerische Landtag hat den Doppelhaushalt 2026/2027 mit einem Gesamtvolumen von 168,5 Milliarden Euro verabschiedet.

Für den heimischen Landtagsabgeordneten Norbert Dünkel, Mitglied des Innenausschusses und als Sprecher für Feuerwehren, Katastrophenschutz und Rettungsdienste an den Beratungen beteiligt, ist dieser Haushalt ein Bekenntnis zur Sicherheit vor Ort: „Was jetzt beschlossen wurde, kommt direkt bei den Menschen an – bei den ehrenamtlichen Feuerwehrkräften und den Gemeinden, bei den Rettungsdienstmitarbeitern und bei all jenen, die rund um die Uhr für unsere Sicherheit da sind.“

Das Herzstück des Haushalts aus Sicht des Feuerwehr-Sprechers: Über 433 Millionen Euro stehen allein für Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutz bereit. Hinzu kämen 2026 zusätzlich 20 Millionen Euro aus dem Bundessondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz, die gezielt für Katastrophenschutz und Rettungsdienst eingesetzt werden.

Feuerschutzsteuer reinvestieren

Besonders bedeutsam für die kommunale Ebene: Die gesamten Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer – rund 132,4 Millionen Euro im Jahr 2026 und 135 Millionen Euro im Jahr 2027 – sollen vollständig in die Förderung der Feuerwehren fließen und den Kommunen direkt zugutekommen: für neue Fahrzeuge und Ausrüstung, für den Bau und die Sanierung von Feuerwehrhäusern sowie für die Ausbildung. Konkret werden die Förderbeträge für die vier meistgenutzten Standardfahrzeugtypen um 25 Prozent angehoben. Gerade für kleinere Gemeinden im ländlichen Raum bedeute das eine finanzielle Entlastung bei der Fahrzeugbeschaffung. Darüber hinaus führe Bayern künftig eine zentrale Beschaffung größerer Einsatzfahrzeuge ein, was Kosteneinsparungen von bis zu 150.000 Euro pro Fahrzeug ermöglichen könne.

Auch beim Bau und der Sanierung von Feuerwehrhäusern soll es demnach spürbare Verbesserungen geben: Der staatliche Festbetrag pro Stellplatz bei Neubauten und Generalsanierungen wurde von 121.000 Euro auf 160.000 Euro erhöht. Zudem sind erstmals auch geschlechtergetrennte Sanitäreinrichtungen in bestehenden Feuerwehrhäusern förderfähig. Gemeinden, die Projekte gemeinsam mit Nachbarkommunen realisieren, sollen sogar einen zusätzlichen Förderzuschlag von zehn Prozent erhalten. „Gerade im Nürnberger Land, wo wir viele kleine und mittlere Feuerwehren haben, die im Verbund arbeiten, sind das ausgesprochen gute Nachrichten. Wer kooperiert, wird belohnt“, sagt Dünkel.

Auch der Rettungsdienst soll gestärkt werden: 45,3 Millionen Euro stehen für die Integrierten Leitstellen bereit, um die technische Ausstattung auf dem neuesten Stand zu halten – jene Leitstellen, die im Ernstfall die Einsatzkräfte im gesamten Freistaat, auch im Nürnberger Land, koordinieren. Für die Ausbildung von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern werden zusätzlich 1,1 Millionen Euro bereitgestellt.

Ehrenamt sorgt für Sicherheit

„Unsere Sicherheit liegt auf den Schultern des Ehrenamtes. In unserer Region sind es die Freiwilligen, die mitten in der Nacht aufstehen, die nach einem langen Arbeitstag ausrücken, die ohne Wenn und Aber helfen. Sie verdienen Unterstützung – und die liefert dieser Doppelhaushalt. Ich bin froh und stolz, daran mitgewirkt zu haben“, sagt Dünkel, selbst Ehrenvorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Hersbruck.

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