Fußball Bezirksliga Nord:

Trotz früher Führung: SK Lauf geht im Derby leer aus

Kalchreuths Tobias Gressel überwindet Diepersdorfs Torwart 1 Tim Seidl zum 0:1. Am Ende verliert die SpVgg klar mit 0:3. | Foto: Vogt2019/03/SpVgg-Diepersdorf-grun-FC-Kalchreuth_2-Seidl-Gressel.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND (lf) — Die Spielvereinigung Diepersdorf erleidet gegen Kalchreuth einen Dämpfer im Kampf um den Klassen­erhalt der Bezirksliga. In einem packenden Derby kann sich Tabellenführer SV Schwaig gegen den Sportklub Lauf mit 1:2 durchsetzen. Hüttenbach rettet in Unterzahl einen Punkt bei Türkspor Nürnberg.

SK Lauf – SV Schwaig 1:2 (1:1) – In der ersten Halbzeit war es ein rassiges Derby. Bereits nach elf Minuten ging Lauf in Führung durch Wölfel. Der Sportklub eroberte den Ball im Mittelfeld schaltete mit einem Ball auf Schober schnell um, der wiederum auf Wölfel in der Mitte auflegte. Die schnelle Antwort der Gäste konnte SK-Schlussmann Enzensberger mit einer starken Parade entschärfen. Trotzdem ließ der Ausgleich für den Tabellenführer nicht lange auf sich warten. Lauf vertändelte den Ball im Spielaufbau und Dressendörfer hob das Spielgerät gefühlvoll über Torwart Enzensberger. In der meist ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte Lauf die besseren Chancen, musste sich mit diesem 1:1 zur Pause jedoch zufrieden geben. Im zweiten Durchgang wieder Lauf mit der Möglichkeit auf die erneute Führung, Gunawardhana verpasste aber knapp. Ein Wendepunkt in der Begegnung, denn von da an übernahm der SV Schwaig das Spielgeschehen. In der 66. Minute belohnt Ries seine Farben für die starke Phase mit einem Kopfball nach einer Ecke. Lauf gab sich aber noch nicht geschlagen und fand in den letzten 15 Minuten zurück ins Spiel. Gunawardhana hatte in der Schlussminute den Ausgleich auf dem Fuß, konnte aus kurzer Distanz den Ball aber nicht im Tor unterbringen.
Tore: 1:0 (11.) Wölfel; 1:1 (18.) Dresendörfer; 2:1 (66.) Ries SR: Samuel Schneider Zuschauer: 250.

SpVgg Diepersdorf – FC Kalchreuth 0:3 (0:1) – Diepersdorf wollte den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen, muss sich gegen favorisierte Kalchreuther am Ende aber deutlich mit 0:3 geschlagen geben. Auch die erste Möglichkeit der Partie hatten die Gäste. Nach einem weiten Diagonalball klärte Schlussmann Seidl jedoch die Oberhand gegen Schmitt und konnte zur Ecke klären. Der FCK mit einem Chancenplus in der Anfangsphase aber nach und nach näherte sich auch Diepersdorf dem Tor an. Die beste Möglichkeit für Kalchreuth dann in der 23. Minute. Nach einer Freistoßflanke kam Siefert am Fünfer-Eck frei zum Kopfball, köpfte den Ball aber denkbar knapp neben das Tor. Fünf Minuten später war es aber soweit. Eine schöne Konbination über Kojic und Siefert landete bei Gressel und dieser drückte den Ball über die Linie. Im zweiten Durchgang verschärfte Kalchreuth weiter das Tempo. Hauptsächlich Schlussmann Seidl hatte es Diepersdorf zu verdanken, so lange noch im Spiel zu sein. Aber in der 72. Minute musste sich auch der starke Rückhalt Seidl geschlagen geben. Erneut ein sehenswerter Spielzug, diesmal abgeschlossen von Weickmann, bedeutete das 0:2. Den Deckel machte FCK Kapitän Giering mit einem direkt verwandelten Frei­stoß aus über 30 Metern drauf. Seidl rutschte Weg und der Ball fand aus großer Distanz seinen Weg ins Tor.
Tore: 0:1 (24.) Gressel; 0:2 (72.) Weickmann; 0:3 (82.) Giering SR: Matthias Hofmann Zuschauer: 100.

Türkspor Nürnberg – SpVgg Hüttenbach 2:2 (1:1) – Die Spielvereinigung Hüttenbach teilt sich die Punkte mit Türkspor Nürnberg. Diese Punkteteilung ging aber alles andere als friedlich vonstatten. Von Anfang an entwickelte sich ein hitziges Duell. Schon in der sechsten Minute zeigte Schiedsrichter Simon Gottschalk auf den Elfmeterpunkt nach einem Foul an Matthias Gruner. Natürlich trat Gruner selbst an und natürlich verwandelte der Toptorjäger der Liga. Die Freude über den Führungstreffer wehrte jedoch nicht lange. In der 13. Minute ließ sich Andreas Gruner zu einer Tätlichkeit hinreißen und wurde direkt zum Durschen geschickt. In Unterzahl gerieten die Gäste ins Schwimmen und konnten Jasarevic im Strafraum nur durch ein Foulspiel stoppen. Auch hier trat der Gefoulte selbst an und war ebenso erfolgreich. Mit 1:1 konnte sich Hüttenbach in die Pause retten und machte mit Wiederanpfiff einen deutlich sortierten Eindruck. Trotzdem fiel in der 54. Minute das 2:1 durch Tesic. In der Folge investierte Türkspor aber zu wenig in das Spiel und Hüttenbach traute sich wieder mehr im Angriff zu. In der 75. Minute gab es den dritten Elfmeter der Partie. Nach einem Schuss von Matthias Gruner konnte Albayrak den Ball nur abprallen lassen und beim Abstauberversuch wurde Reutter regelwidrig zu Fall gebracht. Der nächste Auftrag von Matthias Gruner, der auch in dieser Situation keine Nerven zeigte und ausglich. Die letzten 15 Minuten waren umkämpft und Hüttenbach rettete den Punkt bis zum Abpfiff.
Tore: 0:1 (6./FE) M. Gruner; 1:1 (31./FE) Jasarevic; 2:1 (54.) Tesic; 2:2 (75./FE) M. Gruner Rote Karte: A. Gruner (13./Hüttenbach/Tätlichkeit) Schiedsrichter: Simon Gottschalk Zuschauer: 100.

FC Hersbruck – FC Bayern Kickers 2:2 – „Club“-Coach Stefan Erhardt konnte nach zwei Last-minute-Niederlagen nur auf einen stark dezimierten Kader zurückgreifen. Bereits frühzeitig musste er verletzungsbedingt weitere Ausfälle kompensieren. Zu allem Überfluss konnten die Gäste mit ihrer ersten Offensivaktion bereits in der 14. Minute in Führung gehen. Spindler hatte den aus seinem Tor geeilten Bauernfeind überlupft. Das wirkte sich natürlich auch nicht positiv auf die Spielweise der Hersbrucker aus. In der vermutlich schlechtesten ersten Halbzeit dieser Saison war kaum einmal ein geordneter Spielzug erkennbar. Der einzig positive Aspekt war der glückliche Ausgleichstreffer noch vor dem Seitenwechsel. Tayyip Kara lief nach einer missglückten Abseitsfalle alleine auf Baki-Torwart Kaiser zu und ließ diesem gekonnt keine Abwehrchance. Bereits in der 50. Minute musste der Club sein Wechselkontingent verletzungsbedingt ausschöpfen. Nachdem sich Valentin Feldmeier im Mittelfeld durchsetzte, war es Alexander Brüx, der die Gastgeber in Vorteil brachte. Baki war zwar bemüht, vermochte in der Folge aber keine Gefahr für das FC-Tor heraufzubeschwören. Hersbruck ließ einige gute Kontergelegenheiten zum Teil auch fahrlässig liegen. Es kam wieder einmal die späte Strafe: Praktisch mit dem Ende der Nachspielzeit nutzte der eingewechselte Koricic eine mangelhafte Abstimmung in der Heimabwehr zum späten Ausgleichstreffer.
Tore: 0:1 Spindler (14.), 1:1 Kara (42.), 2:1 Brüx (60.), 2:2 Koricic (90.+4); SR: Christopher Knauer (SpVgg Isling).
FCH: Markus Bauernfeind, Lukas Hermann, Christian Günther (7. Valentin Feldmeier), Julian Schneider, Rene Bongers, Alexander Brüx, Ralf Maas (24. Daniel Leitenbacher), Jens Ertel, Gabriel Karnoll, Andreas Schimpfhauser, Tayyip Kara (50. Leon Dierig).
Nürnberg: Kaiser, Untheim, Kling, Schlabschi, Schweiger, Sundelin (54. Kirsch), Dencs (77. Can), Meyer, Spindler, Celik, Fischer (65. Koricic).

N-Land N-Land Redaktion
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