Stimmung in der Halle

Musik für alle Generationen: Zwölf Mitglieder jeden Alters umfasst die Band „The Enzenstones“. Beim „Lauf Live“-Festival in der Halle der Brauerei Simon sorgten sie für reichlich Stimmung. Foto: Müller2012/04/41521_laufliveband1_New_1334503264.jpg

LAUF (alm) — Das letzte Wochenende der Osterferien ist bei vielen Musikfans aus Lauf und Umgebung schon seit Jahren verplant: Denn dann findet das „Lauf Live“-Festival in der Halle der Brauerei Simon in Lauf statt.

In diesem Jahr lockten vier Bands aus der Region das Publikum in die Heroldstraße: „Baglin“, „In the doghouse“ und die All-Star-Band der Region, „The Enzenstones“, heizten den Zuhörern ein. Martin Meinzer, der auf der Bühne von einem Freund unterstützt wurde, übernahm den etwas undankbaren ersten Auftritt am Nachmittag, denn wegen des kühlen Wetters füllte sich die Brauerei-Halle erst am frühen Abend zusehends.

Die erste sichtbare Neuerung des Festivals waren Zelte vor dem Halleneingang. „Am Montag war noch eine Art Sturmflut für den Samstag vorhergesagt. Dann wurde die Vorhersage immer besser, aber die Zelte waren schon da“, erklärt Veranstalter Martin Meinzer. Ansonsten blieb das seit fünf Jahren erfolgreiche Konzept – Bands aus der Region spielen Live-Musik, die in erster Linie Erwachsene anspricht –jedoch unverändert.

Die Headliner-Band „The Enzenstones“ gab mit ihrem Auftakt-Lied „Let me entertain you“ das Motto des Abends vor: Denn bei den mitreißenden Cover-Versionen der Zwölf-Mann-Band war die Tanzfläche durchgehend gut gefüllt. Die Band, die mit Musikern im Alter von 16 bis 60 Jahren als generationenübergreifend gelten kann, wechselte in altbewährter Manier nach jedem Lied die Besetzung, so dass jedes Mitglied einmal zu seinem Recht und auf die Bühne kam. Vor ihnen legten auch „In the doghouse“ einen souveränen Auftritt hin und luden mit Blues-Rock-Songs zum Tanzen ein. Der irische Leadsänger und Gitarrist der Band, Noel Donovan, ist in Lauf als ehemaliger Irish-Pub-Besitzer am Laufer Marktplatz ein bekanntes Gesicht. Und auch „Baglin“, die im letzten Jahr schon bei „Lauf Live“ vertreten waren, begeisterten mit Country-Musik mit Rockabilly-Einschlag das Publikum.

Martin Meinzer, dem es nach eigener Aussage mittlerweile egal ist, ob er „vor fünf oder vor 5000“ Leuten spielt, hielt die Gäste gewohnt routiniert bei bester Laune. Später berichtet er der PZ, dass „Lauf Live“ im nächsten Jahr schon fest geplant und ein Ende noch nicht in Sicht ist.

Für den Geschäftsführer der Brauerei Simon, Friedrich Weber, war einzig der wetterbedingt etwas geringere Zuspruch heuer ein kleiner Wermutstropfen. Er lobte vor allem die Disziplin der Gäste. Der Name des Festivals stammt von einer gleichnamigen Kneipe, die in Lauf vor gut 15 Jahren existierte. Die Kneipe überlebte nicht, aber die Idee, regionalen Bands eine Bühne zu geben, schon. „Und einige Kneipengäste von damals sind heute auch da“, freut sich Martin Meinzer.

N-Land Alisa Müller
Alisa Müller