BR-Tour endete am Freitag in Gunzenhaus

Radler behalten Lauf in bester Erinnerung

Im Rahmen der BR-Radltour verwandelte sich die Heldenwiese in Lauf in einen riesigen Biergarten, bis Kim Wilde (rechts) später daraus einen großen Open-Air-Konzertsaal machte2012/08/48769_radltourbilderseiteheldenwiesetotalevorne_New_1344617164.jpg

LAUF — Lauf hat sich als perfekter Gastgeber für die 23. Radltour des Bayerischen Rundfunks gezeigt. Nur Lob gab es seitens des Veranstalters und der 1200 Radler für die Gäste, die am Donnerstag den Tross am Marktplatz begrüßten, für die gastronomische Versorgung am Abend und vor allem für die Organisation. Umgekehrt erlebten viele tausend Laufer und Gäste aus der Umgebung am Abend auf der Heldenwiese mit Popstar Kim Wilde ein Open-Air-Konzert der Extraklasse zum Nulltarif.

Nach offiziellen Schätzungen waren mindestens 5000 Besucher (einschließlich der BR-Radler) am Abend auf dem Laufer Festplatz versammelt, als der Weltstar aus den 80er Jahren pünktlich um 21 Uhr die große Bühne betrat. Und mit einer Eineinhalbstunden-Show wohl niemanden enttäuschte. (Bericht und Fotos auf Seite 4 der heutigen PZ). Dass aber auch alles andere gut passte, konnte man schon am frühen Abend erleben, als fast alle der 300 Biertischgarnituren voll besetzt und alle Stände des BR und der Tour-Sponsoren dicht von Menschen umlagert waren. Und auch daran, dass zur BR-Disco mit Roman Roell und Tom Glas nach dem Auftritt von Kim Wilde noch um Mitternacht weit über 1000 Gäste vor der „kleinen“ Bühne tanzten.

Dass in Lauf auch das Wetter hervorragend mitspielte, nach mehreren ins Wasser gefallenen Tour-Abenden zuvor, hatte natürlich den Grundstein für den gelungenen Abend gelegt. Dass die Radler aber später regelrecht von Lauf und seiner Gastlichkeit schwärmten, das hat mehr Gründe. Da war einmal die perfekte Organisation federführend durch Dieter Donhauser und Benjamin Wallner im Laufer Rathaus. Dann haben viele viele Helfer, von der Feuerwehr bis zum Bauhof und von der Polizei bis zu den Hausmeistern, engagiert mit Hand angelegt. Und schließlich waren die Wirte am Festplatz mit Heerscharen von Helfern und einem großen Angebot sehr gut auf den Ansturm von Radlern und Konzertbesuchern vorbereitet.

Kein Wunder also für Lob von höchster Stelle. Von Innenminister Herrmann etwa, der nach einem halben Tourtag auch auf der Heldenwiese mitfeierte und gestern bei der Mittagspause in Abenberg noch von Lauf schwärmte. Oder von Thomas Gaitanides vom Bayerischen Rundfunk. Der „Erfinder“ der BR-Radltour, der sie heuer zum letzten Mal organisierte, weil er in den Ruhestand geht, ist begeistert vom Empfang am Marktplatz und dem „wunderschönen und sehr gelungenen Fest“ am Abend. Gar „100 Punkte für Lauf“ vergibt Susanne Droux vom Hotel- und Gaststättenverband. „In Lauf ist alles perfekt, besser geht es nicht mehr. Und das dürfen sie genau so schreiben.“

Als gestern Vormittag der Radler-Tross am Marktplatz zur letzten Etappe nach Gunzenhausen aufbricht (darunter auch 150 Eintagesradler), ziehen auch die Gastronomen in der Altstadt Bilanz. Die unterschiedlich, aber überwiegend positiv ausfällt. Zum Frühstück werden zwar vor allem die Bäckereien oder Cafes gestürmt. Am Abend zuvor aber hatten viele hundert Radler das Schäuferle am Marktplatz dem Trubel auf der Heldenwiese vorgezogen.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer