Ehemalige Lauer-Halle

Impfzentrum in Röthenbach?

„Büros zu vermieten“ steht auf einem Werbebanner, das von der Sulzbacher Straße (ganz rechts im Bild ist die Straße in Richtung Lauf zu sehen) gut zu erkennen ist. Nächster Mieter dieser Röthenbacher Halle wird voraussichtlich der Landkreis Nürnberger Land, der dort sein Corona-Impfzentrum unterbringen möchte. | Foto: Kirchmayer2020/12/Impfzentrum-Lauer-Rothenbach-2-kir-scaled.jpg

RÖTHENBACH — Die Suche nach einem geeigneten Standort für ein Corona-Impfzentrum im Landkreis Nürnberger Land könnte bald beendet sein: Eine ehemalige Produktionshalle der Lauer GmbH in Röthenbach, an der Sulzbacher Straße am Ortsausgang Richtung Lauf, ist „momentan der Favorit“.

So drückt es Werner Rapp, Abteilungsleiter Finanzen und Liegenschaften am Landratsamt, im Gespräch mit der Pegnitz-Zeitung aus. Man habe zwar auch noch andere Objekte im Blick, darunter das ehemalige Hersbrucker Krankenhaus, eine Halle in Lauf und das ehemalige Karl-Heller-Stift im Speckschlag in Röthenbach. Doch der vergleichsweise hohe Aufwand bei der Umgestaltung dieser Gebäude zum Impfzentrum spreche aktuell für den Standort an der Straße nach Lauf. „Wir sind in Gesprächen mit dem Eigentümer“, so Rapp.

„Idealer Standort“

Röthenbachs Bürgermeister Klaus Hacker ist über die Pläne in Sachen Impfzentrum informiert. Er betrachtet die Lauer-Halle als idealen Standort. Das Gebäude liegt im dicht besiedelten Nordwesten des Landkreises und ist sowohl vom Landrats­amt in der Kreisstadt Lauf als auch über die Bundesstraße 14 von Hersbruck kommend sowie über die Autobahn aus dem Landkreissüden für die Bevölkerung relativ gut erreichbar.


Außerdem gebe es im Bereich der Lauer-Halle ausreichend Parkplätze, sagt Hacker. Kein Thema mehr ist dagegen die Röthenbacher Karl-Diehl-Halle, die anfangs ebenfalls im Gespräch war.

Mitte Dezember soll alles fertig sein

Viel Zeit hat der Landkreis mit einer Entscheidungsfindung allerdings nicht mehr. Bis Mitte Dezember sollen die Impfzentren bundesweit in den Landkreisen und kreisfreien Städten vorbereitet sein.

Indessen beschäftigt das Landratsamt auch die Frage nach dem Personal. Man führe Gespräche mit dem Roten Kreuz und dem Arbeiter-Samariter-Bund, aber auch mit der Kassenärztlichen Vereinigung, so Rapp. Wer in dem Zentrum letztlich arbeiten wird, sei „noch nicht hundertprozentig gelöst“, sagt der Kreiskämmerer. „Wir hoffen, dass wir es rechtzeitig hinkriegen.“

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