Kürbisschau

Schaurig-schöne Monstermeile in Hersbruck

Anna, Melissa und Tamara strahlten in Kratzers Biergarten mit den Kürbismonstern um die Wette. Foto: J. Ruppert2012/10/5_2_1_2_20121029_MONSTER.jpg

HERSBRUCK – So viele „Models“ hat Kratzers Biergarten noch nicht gesehen: Statt jedoch süß zu lächeln grinsten die Objekte der Bewunderung das vorbeiflanierende Publikum teils dämonisch an. Alle bestanden aus Fruchtfleisch samt Schale und bildeten die achte Hersbrucker Kürbismonsterschau am Unteren Markt.

Die Aktion des Wirtschaftsforums erwies sich schon von der Beteiligung her als voller Erfolg. Denn an der Sammelstelle wurde eine deutlich dreistellige Zahl an Kürbissen abgegeben. Die Kleinsten waren kaum mehr als tennisballgroß, einige Riesenexemplare wurden per Leiterwagen gebracht. Manche Kürbisgestalter hatten wahre Kunstwerke geschnitzt.

Es gab alle möglichen schaurigen Gesichtsausdrücke von böse bis zu sehr böse. Einer hatte Eichelzähne und einen halben Wald aus Ziergräsern als Haare. Accessoires waren Strohhüte, ein Nasenrettich, Sonnenbrille, Paprikahörner, Tüllzöpfe und vieles mehr. Ein Kürbis ver speis te sogar eine Minipuppe.

Herzstück der Kürbismeile ist stets die Verlosung, die Wirtschaftsforum-Chefin Carola Hoffmann, assistiert von Claudia Haeffner und einer Glücksfee, leitete. Auch wenn die Aktion nichts mit dem amerikanischen Halloween zu tun haben soll, erschien die Moderatorin hexenmäßig verkleidet: schwarzer Spitzhut, flammend rote Perücke, Spinnen auf dem dunklen Umhang.

Trotz ihrer unheimlichen Aufmachung gewann Carola Hoffmann schnell die Sympathie der Kinder. Schließlich durfte sie jede Menge Preise der Hersbrucker Einzelhändler unter die Kürbisbauer verteilen. Und zu jedem Laden machte die Hexe etwas Werbung, egal ob bei Tabak Biegel („Da gibt es noch viel mehr außer Tabak“), Feine Weine („Viel Spaß beim Kosten“), Hautnah, Buchhandlung Lösch, Stadt-Apotheke, Pizzeria Francesco, Galleria, Anna & Maximilian, For you, Uhren-Rösel, Teatime…

Die Preise gingen nicht nur nach Hersbruck, auch aus Gößweinstein, Velden und Röthenbach waren fleißige Schnitzer angereist. Vor der Kürbismeile hatten ein Markt und das Kinderprogramm die Besucher angelockt. Die Einstimmung gestaltete der katholische Kindergarten Hersbrucks mit einem Lied und einem Theaterstück, in dem die Oma bei der Kürbisernte die Hilfe von Opa, Katze, Hund und Maus bekam.

Auch die Hersbrucker Gastronomie hatte offenbar Geschmack an der Aktion gefunden. In mehreren Wirtshäusern und Restaurants gab es die orangefarbenen Gartenfrüchte in allerlei Variationen: von der Kürbiscrèmesuppe über eine Kürbis-Gorgonzola-Soße bis hin zum Kürbismenü, bestehend aus Feldsalat mit gebratenem Kürbis und Hühnerbrust mit glasiertem Kürbis-Birnengemüse auf Risotto.

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