„Senatoren-Dunkel“ für guten Zweck

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ALTDORF –  Mit einer besonderen regionalen Bierspezialität warten am Wochenende beim Altdorfer Altstadtfest die Lions auf. Die Brauerei Bub aus Leinburg hat extra für den Lions Club einen Spezial-Sud vom Leinburger Dunkel eingebraut, das unfiltriert unter dem Namen „Senatoren-Dunkel“ abgefüllt wird.
Der Verkauf erfolgt für einen guten Zweck. Wie der neue Präsident der Altdorfer Lions, Dr. Jürgen Reichinger, betont, wird man für die Jugendverkehrsschule Altdorf drei neue Kinder- und ein Ausbilderfahrrad anschaffen, für die dort dringender Bedarf besteht. Zwei weitere Fahrräder wird man der Förderschule zur Verfügung stellen, damit dort auch außerhalb der Zeiten der Jugendverkehrsschule geübt werden kann. Die Wartung der Fahrräder, so hat man vereinbart, wird das Wichernhaus übernehmen, die Materialkosten tragen die Lions.
Beim Altstadtfest sind die Lions in diesem Jahr wieder auf dem angestammten Platz vor dem Schreibwarengeschäft Pranz zu finden. Das Senatoren-Dunkel ist aber nur ein Teil des kulinarischen Angebotes, das sowohl im Hinblick auf Speisen und Getränken wieder insgesamt sehr breit gefächert ist.
Die Idee für den Ausschank des „Senatoren-Dunkel“ wurde bei einer Besichtigung der kleinen, aber feinen Brauerei Bub in Leinburg geboren. Brauereibesitzerin Cornelia Bub und Braumeister Ernst Koller waren von der Idee begeistert.
Zur „Bierprobe“ kamen nun Präsident Dr. Jürgen Reichinger, Schatzmeister Hans Rötzer und  Activity-Beauftragter Martin Kelbel nach Leinburg. Man nützte die Gelegenheit und dankte für die großzügige Unterstützung.
Bevor man aber den köstlichen Trunk verkosten durfte, erfuhr man von Cornelia Bub, dass dieses Leinburger Dunkel von „GENUSSbier.pur“ mit einer Goldmedaille bedacht wurde. Das Fachmagazin hatte speziell fränkische Dunkelbiere unter die Lupe genommen. In der Kostnotiz heißt es:

„Aus dem Glas leuchtet ein Bier in der Farbe von russischem Tee. Der Schaum ist großporig und hellbraun. Aus dem vielschichtigen Malzduft sind auch kräftige Orangennoten zu vernehmen. Antrunk von mittlerer Rezenz, dann macht das Bier gut Druck am Gaumen. Im recht langen Nachtrunk führen zarte Hopfennoten und Malzbittere einen freundlichen Wettstreit.“
Der Autor des Berichts kommt zu dem Ergebnis, dass „Fränkisch Dunkel eine Spezialität aus dem Land der vielen Brauereien ist, die uns zeigt, was Malz alles kann. Diesen Bieren darf der Hopfen Halt geben, er darf ihnen eine finale, angenehme Bittere verleihen, manchmal, im Nachtrunk sogar das letzte Wort haben. Fränkisch Dunkel ist das Bier mit dem Herzen aus Malz. Diese Bier haben Fülle, und Klarheit, Ausdruck und einen trockenen Humor. Fränkisch Dunkel ist Barock and Roll, denn das Leben ist nicht nur Bitter!“
Damit wäre eigentlich alles gesagt – fast, denn  das „Senatoren-Dunkel“ aus der Brauerei Bub ist noch einen Tick besser, weil es unfiltriert ist. Das ist für Braumeister Ernst Koller der wahre Geschmack des Dunklen. „Wir Bierbrauer trinken das Bier so am liebsten.“ Vor dem Abfüllen wird das Bier normalerweise noch einmal filtriert, was speziell beim „Senatoren-Dunkel“ unterbleibt. So bleiben Hefe und Eiweiß erhalten und geben dem Bier eine besondere Note. Der einzige Nachteil ist, dass dieses Bier nicht so lange haltbar ist.
Das soll der Spezial-Sud auch nicht, denn er ist speziell dafür eingebraut, beim Altstadtfest bis auf den letzten Tropfen für den guten Zweck getrunken zu werden.
Befragt nach dem Rezept lässt sich Braumeister Koller nur insofern in die Karten schauen, dass es „ein Dunkel nach altbayerischer Brauart ist, aus Wasser, Hefe, Hopfen, 65 Prozent dunkles und 35 Prozent helles Malz, Stammwürze 12,8 Prozent.“
Das Ergebnis ist hervorragend, befanden die Tester und hoffen, dass  am Wochenende der „Senatoren-Sud“ aus der Brauerei Bub seine Abnehmer findet.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl