Wirtschaftsforum Hersbruck

Entspannter Shoppen im Advent

Mit diesem Flyer wirbt das Wirtschaftsforum um die Solidarität der Kunden und für den Einkauf in Hersbruck. | Foto: privat2020/12/KaufHeb.jpg

HERSBRUCK – Sie werben nicht für Produkte, sondern für sich: Die Händler des Wirtschaftsforums Hersbruck appellieren mit Flyern an die Solidarität der Kunden. Warum sie das tun und warum das so nötig ist, erklären Claudia Häffner und ihre Kollegen vom Wirtschaftsforum.

Spätestens mit dem Black Friday ist die Zeit zum Kaufen der Weihnachtsgeschenke eingeläutet. Wie sind die Erwartungen in Sachen Weihnachtsgeschäft in Hersbruck?

Das Weihnachtsgeschäft ist natürlich für große Teile des Einzelhandels die umsatzstärkste Zeit im Jahr und wir hoffen, dass die Kunden bei uns einkaufen, gerade weil viele nicht in das Gedränge der großen Einkaufszentren oder der Nürnberger Innenstadt gehen wollen.

Begrenzter Spaß

Abstandhalten, Masketragen – auch beim Bummel über den Hersbrucker Marktplatz. Wie sehr schlagen sich diese Einschränkungen bereits in Kasse und Kundenfrequenz nieder?

Allgemein besteht schon das Gefühl, weniger Kundenfrequenz wegen der Corona-Regelungen zu haben, denn es grenzt den Spaß am Shoppen erheblich ein. Gleichzeitig berichten uns aber auch Händler, dass die Leute, die kommen, dann auch wirklich etwas einkaufen wollen.

Im Lockdown im Frühjahr hatte man den Eindruck, dass die Leute wieder mehr vor Ort kaufen, weil sie in ihrer Mobilität beschränkt wurden und ihnen bewusst wurde, was sie vor der Haustür an Möglichkeiten noch haben – vor allem im Bereich der Gastronomie. Ist das nun wieder die Hoffnung oder ist der Effekt verpufft?

Das kann man auf jeden Fall bestätigen, dass unseren Kunden die gute Hersbrucker Gastronomie wie auch der Einzelhandel am Herzen liegen. Viele freuen sich, wenn sie in den Laden kommen, dass wir für sie da sind und betonen auch immer wieder, wie gerne sie bei uns kaufen. Einige Händler haben die Zeit genutzt, um online präsenter zu sein oder bieten einen Lieferservice an. Jede Krise birgt auch die Chance, innovativer zu werden.

Mehr Beratung und Service

Online gilt als billiger – für viele ist das in Zeiten der Kurzarbeit mit weniger Lohn ein Argument. Trifft das denn zu?

Nicht unbedingt. Natürlich gibt es auf den ersten Blick im Internet überall Schnäppchen und Prozente. Auch die Preisvergleichsplattformen machen es den Kunden leichter, die besten Preise zu finden. Aber Markenprodukte haben oft feste Preise und bei den Weihnachtsgeschenken kommt es ja auch oft auf die originelle Idee und eine Inspiration an, ebenso auf eine gute fachliche Beratung, die man bei uns im Geschäft vor Ort bekommt.

Welche Vorteile hat man, wenn man in der Heimat einkauft?

Die Kunden erhalten in über 50 kleinen Geschäften qualitativ hochwertige Produkte, erleben einen persönlichen Service, können beispielsweise Kleidung anprobieren und sich professionell beraten lassen. Es ist sehr wichtig, den Handel und die Gastronomie vor Ort zu unterstützen, samt all der positiven Nebeneffekte, die das mit sich bringt – wie eine lebendige Innenstadt mit vielen besonderen Geschäften, Cafés, Eisdielen. Und daran hängen natürlich auch viele Arbeitsplätze.

Was haben sich die Hersbrucker Händler einfallen lassen, um die Kunden zum Adventsbummel in die Stadt zu locken?

Jedes Geschäft freut sich auf Kundschaft und bemüht sich wirklich, für jeden das Passende zu finden. Wir wollen ein Statement für „Ich kaufe in Hersbruck“ setzen und Amazon & Co nicht alles freiwillig überlassen. Außerdem wollen wir an den Samstagen vor dem 3. und 4. Advent die Läden möglichst bis 18 Uhr offen lassen, um entspannt einkaufen zu können – ohne Stress und Hektik, sondern mit einem guten Gefühl in der schön beleuchteten Altstadt.

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