RUMMELSBERG - 14 Pflegefachhelfer haben in der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe am Krankenhaus Rummelsberg ihre Ausbildung nach einem Jahr erfolgreich abgeschlossen. Während der jüngste 16 Jahre alt ist, ist die älteste Absolventin 52 Jahre alt.
Aus elf Nationen stammen die Pflegefachhelfer, die innerhalb des Jahres neben ihres Berufes auch zu Freunden geworden sind. Aus Syrien, dem Irak, Algerien, Marokko, Indien, Pakistan, Indonesien, Kolumbien, Polen, Rumänien und Bosnien-Herzegowina stammen die Pflegefachhelfer, die durch Schulleiter David Weichselbaum und Klassenlehrerin Ulrike Lamberty die Zeugnisse feierlich überreicht bekommen haben.
14 von 20 Auszubildenden haben bestanden
Von anfänglich 20 Teilnehmern ist ihnen der Startschuss in die Pflege geglückt. Während fünf Teilnehmer aus dem Universitätsklinikum in Erlangen stammen und dort übernommen werden, kommt eine Person aus der Klinik am Birkenwald und für sechs von ihnen geht der Weg an ihrer Ausbildungsklinik am Krankenhaus Rummelsberg als Pflegefachhelfer weiter. Eine Person wechselt in den Anerkennungsprozess und eine Person lässt vor Ort die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau folgen – und zeigt damit, welcher Weg nach der einjährigen Ausbildung möglich ist.
Nach der Ausbildung ist in Rummelsberg aber auch vor der Ausbildung: Laut Schulleiter David Weichselbaum sind aktuell 23 Personen für den nächsten Ausbildungsstart zum 1. April vorgemerkt. Zweimal im Jahr startet die einjährige Ausbildung zum Pflegefachhelfer an der Klinik in Rummelsberg.
Bei der feierlichen Examensfeier blickte Pflegedirektorin Ines Böhm auch zurück. „Am Anfang der Ausbildung hat es sich wie ein ausgeschütteter Karton voller Puzzleteile angefühlt. Auf der Verpackung stand ,Pflegefachhelfer‘ aber wie das im Detail zusammenpasst, war sicher oft ein Rätsel.“ Jedes Teil hätten die Auszubildenden in den letzten Monaten in der Hand gehabt, gelernt welche Farben zusammenpassen und wie man mit Ecken und Kanten umgeht. „Ein Puzzle ist aber erst dann fertig, wenn jedes Stück an seinem richtigen Platz ist. Sie rücken nun an Ihren Platz im Berufsleben und sind nicht nur Einzelteile, sondern ein Gesamtbild, auf das sich unsere Patienten verlassen können. Ich bin stolz, dass dieses gemeinsame Puzzle gelöst wurde“, so Böhm.
„Abschlussprüfung als besonders schwer empfunden“
Auch die Klassensprecher und einzelne Schüler ergriffen das Mikrofon, bedankten sich und hielten Rückschau. Schüler Shirzat Karo betonte: „Es ist nicht nur ein Zeugnis, sondern ein Zeichen für Durchhaltevermögen, Mut und Fleiß. Endlich haben wir es geschafft und ganz nebenbei sind aus Fremden nun Freunde geworden!“
Dass das erfolgreiche Bestehen der Prüfung kein Selbstläufer in diesem Jahr war, zeigt die Einschätzung von Schulleiter David Weichselbaum: „Sowohl Schüler als auch Lehrer haben die Abschlussprüfung in diesem Jahr als besonders schwer empfunden.“ Eine Einschätzung, die den erfolgreichen Abschluss der 14 Pflegefachhelfer noch mehr hervorhebt.
