Bayernrundfahrt macht Station im Landkreis

Am Freitag macht die Bayernrundfahrt Station im Nürnberger Land. Das Team Milram (vorne im Bild) und die Konkurrenten haben Hersbruck als Ziel und sind vorher auch kurz im PZ-Land zu sehen.2010/05/br_rund_2008_02.jpg

HERSBRUCK/BERCHING — In Erding fällt am heutigen Mittwoch der Startschuss zur 31. „Internationalen Bayern-Rundfahrt“, die nach fünf Etappen über Viechtach-Bayreuth-Hersbruck-Berching am Sonntag in Fürstenfeldbruck endet. Auf 750 Kilometern kämpfen 126 Fahrer aus 18 internationalen Mannschaften um Etappensiege, Berg- und Sprintwertungen und um das begehrte Gelbe Trikot des Gesamt-Siegers. Am frühen Freitag Nachmittag fährt das Peloton für eine halbe Stunde auch durch das PZ-Land.

Laut Plan wird das Feld gegen 13.35  Winterstein passieren und gegen 13.55 Hormersdorf. Danach geht es Richtung Hersbruck, wo gegen 14.25 Uhr die erste Zieldurchfahrt geplant ist; nach einer Schleife werden die Fahrer dann gegen 15.15 Uhr zum zweiten und endgültigen Zieleinlauf erwartet.

„Unsere Rundfahrt war noch nie besser besetzt als in diesem Jahr“, verspricht Rundfahrt-Boss Ewald Strohmaier aus Wartenberg, der sich über die Meldungen der erfolgreichen Pro-Tour-Teams Milram, Saxo-Bank, Eukaltel, SKy-Procycling und Lampre freut. Zu den Favoriten für den Gesamtsieg zählen der Sieger der Britannien-Rundfahrt Edvald Boasson-Hagen (Norwegen/ Team Sky-Procycling), der Vorjahres-Zweite Maxim Monfort (Belgien/Team HTC Columbia), der Spanier Koldo Fernandez (Team Euskaltel) und Christian Knees, Kapitän des Teams Milram, der 2008 die Bayern-Rundfahrt gewann.

Um das „Blaue Trikot“ des besten Sprinters werden sich die schnellen Spezialisten Gerald Ciolek (Team Milram), Leigh Howard( Australien/Team HTC Columbia), Davide Appollonio (Italien/Team Cervélo) Francesco Gavazzi (Italien Team Lampre – 2009 Sieger in Nürnberg) und der dänische Ex-Bahnweltmeister Alex Rasmussen täglich heiße Kämpfe liefern.
Als einzige bayerische Mannschaft will das Team Heizomat, wie im Vorjahr mit seinen talentierten Nachwuchs-Profis kräftig mitmischen. Vor allen den beiden guten Sprintern Felix Rinker und Nils Plötner, die im Vorjahr beim Rennen um die Nürnberger Altstadt als Zweiter und Dritter auf dem Treppchen standen, traut man Überraschungen zu.

Auf einen Etappen-Sieg und auf eine gute Gesamt-Platzierung hoffen als bayerische Lokalmatadore Sebastian Siedler (Buchloe) und der Schwabacher René Weissinger. Die beiden Allrounder des Teams Vorarlberg-Corratec haben sich in den letzten Wochen sehr intensiv vorbereitet: „ Für uns ist die Bayern-Rundfahrt das wichtigste Heimspiel des Jahres, bei dem wir natürlich besonders gut abschneiden wollen“, versichert Sebastian Siedler, der bei der Bayern-Rundfahrt 2006 bereits das „Blaue Sprinter-Trikot“ trug.

Fest für heimische Radsportfans

René Weissinger hat sich für die extrem schwere Freitags-Etappe, die von Bayreuth über 177 Kilometer durch die Fränkische Schweiz nach Hersbruck führt, einiges vorgenommen: „ Wenn da eine Gruppe geht, muss ich mit dabei sein“. Dabei sein lohnt sich am Freitag auch für die fränkischen Radsportfans, wenn die Cracks um die Bergwertungs-Punkte am Wüstenstein bei Muggendorf (ca. 11.45 Uhr), am Sollenberg bei Gräfenberg (ca. 13.35 Uhr) und am Deckersberg bei Happurg (ca. 14.30 Uhr ) kämpfen. Am Ziel in der Hersbrucker Ostbahn-Straße, werden die Fahrer erstmals um 14:25 erwartet. Nach einer Schleife über den Deckersberg ist mit dem Finale in Hersbruck gegen 15:16 Uhr zu rechnen.

Die endgültige Entscheidung über den Gesamt-Sieg der Rundfahrt dürfte voraussichtlich am Samstagnachmittag beim Einzel-Zeitfahren über 27,8 Kilometer in Berching fallen. Auf der überwiegend flachen Schluss-Etappe, die am Sonntag von Berching nach Fürstenfeldbruck führt, wollen die Sprinter beim Kampf um das Blaue Trikot noch einmal groß auftrumpfen.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren