Einstimmiger Beschluss des Leinburger Gemeinderats

Sparen und Insekten schützen

Die Laterne am Leinburger Rathaus ist eine von 905 Lampen im Straßennetz der Kommune, die im kommenden Jahr auf LED umgestellt werden. | Foto: Alex Blinten2020/11/Leinburg-LED-scaled.jpg

LEINBURG – Mit der Umstellung von Quecksilberdampf-Lampen auf LED reduziert Leinburg den Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung um 77 Prozent.

Andere Kommunen wie etwa Schwarzenbruck, Winkelhaid und Burgthann haben es bereits vorgemacht, jetzt spart auch Leinburg. Ab 2021 wird die Gemeinde jährlich rund 45 000 Euro weniger an Stromkosten zahlen als bisher, weil sie ihre Straßenbeleuchtung von Quecksilberdampf-Lampen auf LED umstellt. Ein richtig großer Einspar-Brocken also. „Ich bin überrascht, wieviel das ausmachen kann“, sagt Bürgermeister Thomas Kraußer, der das Projekt zur Umstellung auf LED-Lampen dem Gemeinderat vorgelegt hat, nachdem er sich mit den Fachleuten der N-Ergie über das Thema ausgetauscht hatte.

Michael Waigand ist beim Nürnberger Energieversorger N-Ergie zuständig für die Instandhaltung und Wartung der Straßenbeleuchtung in Kommunen. Leinburg hat schon seit vielen Jahren einen Wartungsvertrag mit dem Nürnberger Unternehmen, das in regelmäßigen Abständen die Straßen-Lampen im Ort und den zugehörigen Ortsteilen kontrolliert. Alle vier Jahre findet auch eine sogenannte große Wartung statt, die für das kommende Jahr ansteht. Waigand hat Kraußer vorgeschlagen, die konventionellen Lampen gegen die energiesparenden LEDs auszutauschen.

45 000 Euro jährliche Ersparnis

Bei insgesamt 905 Lampen im Gemeindegebiet ergibt sich ein Stormspar-Potential von rund 45 000 Euro im Jahr. Amortisiert hat sich das ganze in nur 1,6 Jahren, rechnet der Experte der N-Ergie vor. Die Energieeinsparung liegt laut Waigand mit den neuen LEDs bei 77 Prozent.
Dabei ist die Umrüstung denkbar einfach. Die N-Ergie-Techniker schrauben die herkömmlichen Lampen aus den Fassungen und tauschen sie gegen die Energiesparer ein.

Während das konventionelle Gelblicht nach zwei bis drei Jahren an Leuchtkraft verliert, bleibt diese bei den LED über deren gesamte Lebensdauer von 35 000 Stunden erhalten. Besonderer Clou dabei: über Chips gesteuert, können die LEDs auch gedimmt und deren Leuchtkraft an verschiedene Zeiten in der Nacht angepasst werden. Außerdem sind die LEDs insektenfreundlich, weil bei den modernen Lampen der UV-Anteil im Licht, der die Insekten anzieht, viel geringer ist als bei konventionellen Lampen.

Zufriedenheit in Winkelhaid

Die N-Ergie hat in der Region Wartungsverträge für Straßenbeleuchtungen in 250 Kommunen, neben Leinburg im Nürnberger Land unter anderem auch mit Burgthann und Winkelhaid. In Burgthann wurden die Straßenlampen 2019 von Quecksilberdampflampen auf LED umgerüstet, in Winkelhaid bereits im Jahr 2017. „Die damalige Investition hat sich bereits amortisiert“, freut sich Bürgermeister Michael Schmidt auf Nachfrage. Waigand hat die Bürgervertreter mit seinem Vortrag überzeugt. Einstimmig haben die Leinburger Gemeinderäte die Umstellung ihrer Straßenbeleuchtung auf LED beschlossen. „Ich freue mich jetzt auf energiesparende und umweltfreundliche Beleuchtung“, fasst Bürgermeister Kraußer zusammen.

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