Schnaittacher Doppelmord

Lebenslange Haft für Ingo und Stephanie P.

Der Prozess im Schwurgerichtssaal 600 – hier der erste Verhandlungstag – fand unter großem Medieninteresse statt.
Der Prozess im Schwurgerichtssaal 600 – hier der erste Verhandlungstag – fand unter großem Medieninteresse statt. | Foto: PZ-Archiv/Beck2019/04/placzek-mordprozess-auftakt-saal-600-schnaittach-doppelmord-beck-kir.jpg

NÜRNBERG/SCHNAITTACH — Der Schnaittacher Ingo P. ist  vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth wegen Mords an seinen Eltern zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Auch seine drei Jahre jüngere Frau Stephanie muss lebenslang ins Gefängnis .

Der Doppelmord bringt dem 26-Jährigen eine lebenslange Freiheitsstrafe ein. Das Urteil wurde am Donnerstagvormittag verkündet. P.s Ehefrau Stephanie (23) wurde dabei wegen Anstiftung zum Mord in zwei Fällen ebenfalls zu einer lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.

Keine Sicherungsverwahrung

Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft nicht, die die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld sowie Sicherungsverwahrung für Ingo P. gefordert hatte.

Ungewöhnlich war der Fall vor allem auch wegen eines Fernsehauftritts: Das Ehepaar hatte im Franken Fernsehen um Spenden für die Suche nach den zunächst als vermisst gemeldeten Eltern gebeten. Dabei befanden sich deren Leichen zu diesem Zeitpunkt schon eingemauert in einem Anbau der Garage.

Vom Vorwurf des versuchten Mordes wurden die Angeklagten freigesprochen. Dabei ging es um Gift, das die beiden laut Staatsanwaltschaft der Mutter verabreicht haben sollen – die Schwurgerichtskammer sah dafür keine ausreichenden Belege.

N-Land Pegnitz-Zeitung
Pegnitz-Zeitung