Goldene Bürgermedaille verliehen

Große Ehre für drei Rückersdorfer

Bürgermeister Manfred Hofmann (links) und Landrat Armin Kroder (rechts) gratulieren den für ihr herausragendes Bürger­engagement geehrten Rückersdorfern (v.l.) Gerhard Eitner, Jürgen Harries und Erika Hanik. | Foto: Kohl2015/12/pz-112550_buergermedailleehrungsabendrueckersdeitnerharrieshanik.jpg

RÜCKERSDORF — Hohe Auszeichnung für Erika Hanik, Gerhard Eitner und Jürgen Harries: Bürgermeister Manfred Hofmann überreichte ihnen bei einem festlichen Ehrungsabend im Bürgersaal die goldene Bürgermedaille der Gemeinde Rückersdorf.

Diese Auszeichnung, die 1984 vom Gemeinderat eingeführt wurde, dürfen maximal sieben lebende Personen gleichzeitig besitzen. Erika Hanik ist die erste Frau, die sie bekommt. Die drei weiteren lebenden Träger sind Dieter Fuchs (seit 2002), Altbürgermeister Werner Pleyer (seit 2005) und Hermann Schmauß (seit 2006).

Der Bürgersaal an der Kirchgasse, sonst eher durch schlichtes Ambiente bekannt, wurde zu einem schmucken Festsaal. An Tischgruppen saßen Menschen, die in verschiedensten Funktionen das Gemeindeleben mitgestalten oder dies früher getan haben. Auf der Bühne musizierte ein Streichquartett der Nürnberger Hochschule für Musik. Die Menü- und Getränkekarte versprach Gaumenfreuden auf hohem Niveau.

Die Urkundentexte drücken im Wesentlichen aus, wie die drei Geehrten sich im Gemeindeleben engagiert haben und dies in einigen Bereichen nach wie vor tun:

Erika Hanik „hat sich in jahrzehntelangem und vielseitigem Wirken als Ausbilderin im Sanitäts- und Gesundheitswesen, im Katastrophenschutz, als Senioren- und Behindertenbeauftragte der Gemeinde, als Vorsitzende und Ortsobfrau der Sudetendeutschen Landsmannschaft, als Kassiererin der Tennisabteilung des TSV Rückersdorf und als Mitglied des Gemeinderates um die Gemeinde Rückersdorf, die kommunale Selbstverwaltung und das örtliche Vereinsleben verdient gemacht“. Altlandrat Helmut Reich vertiefte in seiner Laudatio mit sehr persönlichen Worten die Beschreibung ihres außerordentlichen Engagements gerade auch für Menschen, die einst aus dem Sudetenland vertrieben worden sind. Wobei Erika Hanik bekannte, dass sie erst „durch Heirat zur Sudetendeutschen wurde“.

Gerhard Eitner „hat sich in jahrzehntelangem und vielseitigem Wirken als Ortswaisenrat, als Prädikant und Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, als Mitinitiator des Diakonievereins Rückersdorf, als Vorstand der Landeskirchlichen Gemeinschaft, als Vorsitzender des Kleingartenbauvereins, als ehrenamtlicher Betreuer der Kinderfreizeiten in der Partnergemeinde Sarnthein und als langjähriges Mitglied des Gemeinderates um die Gemeinde Rückersdorf, die kommunale Selbstverwaltung, die Förderung der Partnerschaft mit der Gemeinde Sarnthein und das örtliche Vereinsleben verdient gemacht“.

Eitner meinte in seiner kurzen Dankesrede: „Das Amt, in das man berufen wird, muss man mit Treue ausführen.“ Zweite Bürgermeisterin Heidi Sponsel bescheinigte ihm in ihrer Laudatio, dass er das mit sehr großem Engagement getan habe und für viele ein Vorbild sei.

Jürgen Harries „hat als Initiator und langjähriger ehrenamtlicher künstlerischer Leiter der Kulturreihe ‚Musik in Scheune und Kapelle‘ ein qualitativ und quantitativ hervorragendes Kulturangebot für die Rü­ckersdorfer Bürgerinnen und Bürger und viele Kunst- und Kulturfreunde geschaffen. Dies hat auch maßgeblich dazu beigetragen, dass Rückersdorf als lebendige Kulturgemeinde einen hervorragenden Ruf in der gesamten Region genießt. Er hat sich um die Kulturförderung und um das Ansehen der Gemeinde Rückersdorf verdient gemacht“, steht auf seiner Urkunde. Professor Wolfgang Manz, Vizepräsident der Hochschule für Musik in Nürnberg, bescheinigte ihm in seiner Laudatio hervorragendes musikalisches sowie pädagogisches Können und großes Organisationsgeschick.

„Die Geehrten sind Vorbilder“

Der Landrat befand in seinem Grußwort, dass „es die drei Richtigen erwischt hat“. Diese Rückersdorfer hätten die Ehrung für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz absolut verdient, meinte Armin Kroder. „Jeder Einzelne, der Mitglied einer Gemeinde ist, trägt selbstverständlich auch Verantwortung dafür, dass und wie es einer Gemeinde gut geht“, sagte er. In Rückersdorf gebe es dafür viele nachahmenswerte Beispiele. „Die Geehrten sind Vorbilder“, sagte Bürgermeister Manfred Hofmann.

Thomas Kohl

N-Land Pegnitz-Zeitung
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