Heimatgutschein

Ein Dankeschön bei Grippeimpfung und Blutspenden

Beim Blutspenden in Offenhausen übergab BRK-Bereitschaftsleiter Martin Linz (links) die ersten Heimatgutscheine an Spender, die bereits ihr zweites Blutplättchen gesammelt hatten. | Foto: privat2020/11/Blutspende.jpg
 

NÜRNBERGER LAND – „Wir wollten einen Anreiz schaffen, dass sich gerade jetzt in Corona-Zeiten die Mitarbeiter gegen Grippe impfen lassen“, erzählt Sabrina Hartmann. Und die Idee funktioniert.

Schon jetzt hätten sich mehr Kollegen als vergangenes Jahr nach Abschluss der Aktion impfen lassen, verrät die Referentin der Geschäftsführung der Krankenhäuser Nürnberger Land. Dabei steht am 19. November von 8.30 bis 13 Uhr noch ein Termin in den Räumen der Betriebsmedizin im Laufer Krankenhaus aus.

„Dort kann man nach dem Pieks den Gutschein über fünf Euro gleich mitnehmen.“ Hartmann denkt, dass es so gut läuft, weil die Kombi es ausmacht – kostenlose Impfung und Geschenk. Letzteres habe es schon immer mal wieder bei der Impfaktion gegeben. Bei ihrer Recherche nach passenden Möglichkeiten stieß Hartmann auf den Heimatgutschein. „Der startete im Oktober – ebenso wie unser Vorhaben“, berichtet sie, „und alles in allem kam die Idee bei den Verantwortlichen gut an“.

Wie auch bei den Mitarbeitern, habe ihr der Betriebsrat mitgeteilt. Wer von den Kollegen am 19. November nicht zum Impfen kommen könne, der kann „einen individuellen Termin über die Betriebsmedizin vereinbaren“, rät Hartmann.

Plättchen als Dank

So etwas geht beim Blutspenden zwar nicht, aber die Vielzahl an Terminen in verschiedenen Orten bietet eine große Auswahl, findet Martin Linz, Bereichsleiter des Roten Kreuzes in Hersbruck. So kann man am 18. November von 17 bis 20.30 Uhr in der Schnaittacher Mittelschule, am 20. November von 16 bis 20.30 Uhr in der Altdorfer Mittelschule, am 26. November von 17.30 bis 20.30 Uhr in der Diepersdorfer Schulhalle, am 27. November von 16 bis 20.30 Uhr im Hersbrucker Kinderkompetenzzentrum und am 21. Dezember von 15.30 bis 20 Uhr in der Heuchlinger Grundschule (Lauf) zum Blutabzapfen gehen.

Egal, an welchem Ort, jeder Spender erhält hinterher ein Blutplättchen – „eine Art Gutschein, die man gegen ein Geschenk tauschen kann“, erläutert Linz. Das könne man sofort tun oder erst nach einer weiteren Spende. „Wenn man dann zwei Plättchen einlöst, ist das Geschenk höherwertiger, beispielsweise Honig.“ Linz hat die Erfahrung gemacht, dass „viele auf solche Geschichten sammeln“.

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Als er vom Heimatgutschein hörte, kam ihm die Idee, diesen als zusätzliches Präsent „zum Hardware-Geschenk“ bei der zweiten Spende auszugeben. Auch den weiteren Verantwortlichen im BRK Nürnberger Land gefiel diese Überlegung, und prompt wurden die kleinen Kärtchen im Wert von fünf Euro bestellt.

Der Clou an der Sache: „Unsere Blutplättchen sind im ganzen Kreisverband zu haben und nicht an einen speziellen Spendenort gebunden.“ Man könne also erst in Hersbruck spenden und dann in Lauf und dort die beiden Blutplättchen einlösen. Ein System wie beim Heimatgutschein, der ja auch landkreisweit gilt. „Daher passt das so gut für uns“, sagt Linz.

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