Umwelteinsatz

Feuerwehr Neuhaus musste der „inkontinenten“ Lok Ludmilla helfen

Die Feuerwehrleute fingen das Ölgemisch in Wannen auf. | Foto: Julian Sperber/ FFW Neuhaus/Pegnitz2022/11/Bild1.jpeg

NEUHAUS – Zu einer „inkontinenten“ Ludmilla rückten am Samstagmittag die Feuerwehren Neuhaus und Mosenberg aus. Die Diesellok der Baureihe 233 war bereits Stunden davor im Bahnhof Neuhaus aufgrund eines technischen Defekts mit ihrem Güterzug liegen gebliebenen.

Im weiteren Verlauf wurde festgestellt, dass die Ölauffangwanne der Maschine mit einem Ölgemisch übergelaufen war. Und weil die Flüssigkeit sich auch auf den Schwellen und Schienen verteilte, wurden die Feuerwehren aus Neuhaus und der Stadt Pegnitz mit dem Stichwort „Ölschaden ausgedehnt“ alarmiert.

Nachdem Mosenberg über einen Ölschadensanhänger verfügt, wurden die dortigen Feuerwehrleute ebenso hinzugezogen. Da sich die ausgelaufene Menge in Grenzen hielt, konnte Pegnitz die Alarmfahrt abbrechen.

Mit Lappen rückten die Einsatzkräfte dem Ölgemisch auf den Schienen und Schwellen zu Leibe.

Mit Lappen rückten die Einsatzkräfte dem Ölgemisch auf den Schienen und Schwellen zu Leibe. / Foto: Julian Sperber, FFW Neuhaus/Pegnitz

Während des Einsatzes krabbelten Trupps unter die Diesellok und fingen mit Behältnissen das Ölgemisch auf. Rund 200 Liter liefen noch in die Wannen. Zur Vermeidung von Umweltschäden und zur Bahnsicherheit dürften die rund 20 ehrenamtlichen Einsatzkräfte unter der Leitung von Fabian Rößel vom Feuerwehrhaus bis in den Bahnhof auf einer Länge von rund 700 Metern mit Lappen Schwellen und Schienen von dem schmierigen Belag reinigen, ehe nach rund dreieinhalb Stunden wieder eingerückt werden konnte.

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N-Land
N-Land Redaktion
Roland Löb