Der Bund Naturschutz sieht den Bannwald in Gefahr

Ein ICE-Instandhaltungswerk - wie hier in Köln-Nippes - soll kommen. Mit zwei Gebieten auf der Muna in Feucht und einem in Harrlach ist die Bahn ins Raumordnungsverfahren gegangen. | Foto: DB Vertriebs GmbH2021/12/Burgthann-ICE-Werk-Koeln-Nippes.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die Ortsgruppen des Bund Naturschutz (BN) im Landkreis unterstützen die angekündigte Sammeleinwendung zum geplanten ICE-Werk im Reichswald. Sie rufen daher zum Sammeln von Unterschriften auf.

„Die DB hat schon diverse Standorte in Nürnberg und Umgebung geprüft. Nach dieser Prüfung und zwischenzeitlich neun Standortmöglichkeiten sind noch zwei Standorte bei Feucht/Wendelstein und einer nahe Allersberg/Pyrbaum/Harrlach im Auswahlverfahren“, so der BN auf seiner Webseite.

Herbert Barthel, Vorsitzender der Kreisgruppe des Bund Naturschutz, verweist auf eine Vielzahl von geplanten und bereits durchgeführten Eingriffen in den Wald. „Nach unseren Schätzungen wurden in den vergangenen Jahren im Landkreis Nürnberger Land circa 200 bis 260 Hektar Wald beplant. Wir schätzen, dass circa 130 bis 170 Hektar besonders geschützter Bannwald betroffen sind. Das sind sehr große Flächen, die uns Menschen als Erholungsort, aber auch für den Schutz des regionalen Kleinklimas verloren gehen“, kritisiert Barthel.

Listen

Die Listen können unter nuernberger-land.bund-naturschutz.de heruntergeladen werden. Stichtag ist Montag, 20. Juni.

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