Sturmtief „Sabine“

Linde stürzt auf Wohnhaus

Sturmtief "Sabine": Eine Linde stürzte am Montagvormittag in Haimendorf auf ein Wohnhaus. | Foto: Rebecca Haase2020/02/fgfgsfsdfsd-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND — Das Sturmtief „Sabine“ hat im Nürnberger Land weniger schlimm gewütet als befürchtet: Die Nacht auf Montag blieb für die Feuerwehren weitgehend ruhig. Am Morgen allerdings stürzte im Röthenbacher Ortsteil Haimendorf ein Baum auf ein Haus.

Das Wohnaus wurde durch die Linde beschädigt, Verletzte gab es nicht. Die Feuerwehren aus Röthenbach und Haimendorf mussten zunächst einzelne Äste absägen, um das Gewicht auf den Dachstuhl zu verringern und das Gebäude nicht noch mehr in Mitleidenschaft zu ziehen.

Annett Grumbach und ihr Mann Klaus waren zu Hause, als der Baum gegen 9.30 Uhr auf das Dach ihres Hauses stürzte. „Es war ein Riesenschlag, da wusste ich gleich, das kann nur der Baum gewesen sein“, sagt sie.

Straße gesperrt

Umgestürzte Bäume waren auch auf Ortsverbindungsstraße von Osternohe nach Hormersdorf zu verzeichnen, die daraufhin von der Polizei gesperrt wurde, oder auf dem Radweg zwischen Lauf und der Abzweigung Renzenhof.

Ausrücken musste gegen 6 Uhr auch die Schwaiger Feuerwehr. Sie hatte es nicht weit zum Einsatzort: An der neuen Brücke über die A3 in den Haimendorfer Forst, nicht weit vom Gerätehaus der Ehrenamtlichen, war ein Ast auf die dortige Stromleitung gefallen. Ein Lichtbogen war schon aus der Ferne zu sehen. Die Feuerwehr übernahm die Absicherung (Einsatzbericht der Schwaiger auf Facebook), um die Reparatur kümmerte sich der Stromversorger.

Ruhige Nacht für die Laufer

Ganz ohne Unwettereinsatz verlief die Nacht hingegen für die Laufer Ehrenamtlichen. „Derzeit deutlich ruhiger, als es zu erwarten war“: Das war die Bilanz des stellvertretenden Kommandanten Daniel Bösch am Morgen.

Nach wie vor gilt allerdings eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdiensts. Bis 15 Uhr sind demnach orkanartige Böen möglich – „schauen wir mal, ob es eine zweite Welle gibt“, sagt Norbert Schlicht, der Kommandant der Schnaittacher Feuerwehr.

Insgesamt verzeichnete die Integrierte Leitstelle am Nürnberger Hafen, die für die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie die Landkreise Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt zuständig ist, bis zum frühen Vormittag 100 Einsätze. Schwerpunkte seien dabei Kornburg, Katzwang und der Landkreis Fürth gewesen.

Schulunterricht fiel aus

Die Regierung von Mittelfranken hatte „zum Schutz der Schüler“ bereits am Sonntagabend entschieden, dass der Unterricht an allen staatlichen und kommunalen Schulen ausfällt. Allerdings wurde eine Notbetreuung für Kinder angeboten, deren Eltern auf die Schnelle keine Alternative organisieren konnten.

Bei den Kindertagesstätten gab es keine einheitliche Linie: Einzelne Träger, etwa die evangelische Kirchengemeinde in Lauf, sagten den Betrieb ab, andere boten bewusst eine Betreuung an, um die Eltern zu entlasten. So etwa die Städte Lauf, Röthenbach und Hersbruck.

Keine S-Bahnen und Züge

Menschenleer waren am Montagmorgen die Bahnhöfe: Die Deutsche Bahn hatte ihren Betrieb nicht nur im Fern-, sondern auch im Regionalverkehr eingestellt. Die S-Bahnen fuhren nicht, elektronische Hinweistafeln wiesen auf die Unwetterlage hin.

„Je nach Lage des Orkans wird im Laufe des Vormittags der Verkehr wieder aufgenommen“, hieß es in einer Pressemitteilung des Schienenkonzerns.

Hinweis in eigener Sache: Die E-Paper-Ausgaben der Heimatzeitungen im Nürnberger Land sind heute kostenlos zugänglich – „Sabine“ hat die Zustellung in manchen Orten nämlich erschwert. Nötig für den Zugriff ist nur eine Registrierung.

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