Schule und Turnhalle: Planer soll Konzept erstellen

Sanieren oder neu bauen?

Die Gebäude der Mittagsbetreuung (rechts) und die Dreifachturnhalle (links) liegen so eng nebeneinander, dass ein Neubau der Sporthalle an gleicher Stelle nicht in frage kommt. | Foto: Blinten2016/10/Grundschulturnhalle.jpg

ALTDORF – Sanieren oder abreißen und neu bauen? Das ist die Frage, wenn es um die Zukunft der Dreifachturnhalle an der Altdorfer Grundschule geht. Beides ist möglich, welche Variante günstiger ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Das Planungsbüro Drees&Sommer hat für die Stadt Altdorf eine Vorstudie erstellt, die unter anderem aufzeigt, dass eine neue Turnhalle auf dem Areal des jetzigen Kinder-Verkehrsübungsplatzes an der Grundschule entstehen könnte.

Das Büro untersuchte auch den Zustand der Gebäude, in der die Mittagsbetreuung stattfindet und setzte sich mit der Möglichkeit zur Aufstockung der Aula und dem Einbau eines behindertengerechten Aufzugs auseinander. Florian Botschafter von Drees&Sommer erläuterte die Ergebnisse jetzt im Altdorfer Rathaus.

Teure Lösung

Die Sporthalle muss in vielen Bereichen dringend saniert werden, das ist grundsätzlich möglich, so Botschafter, wird aber viel Geld kosten. Auch deshalb, weil die Sanierung nicht in einem Bauabschnitt erfolgen kann, sondern wohl über mehrere Ferien verteilt werden muss. Die Alternative ist ein Ersatzneubau, aber nicht an gleicher Stelle, weil Turnhalle und Gebäude für die Mittagsbetreuung zu eng nebeneinander situiert sind. Deshalb der Vorschlag des Planungsbüros: Der Neubau könnte auf dem jetzigen Verkehrsübungsplatz durchgeführt werden. Dabei könnte man mit der Halle in die Erde gehen, so dass das Gebäude nur noch fünf bis sechs Meter hoch wird und von außen nicht wuchtig wirkt. An beiden Seiten im Innenraum der Turnhalle könnten Tribünen entstehen.

Für die Erweiterung der Aula in der Grundschule schlagen die Planer von Drees&Sommer vor, im Erdgeschoss fünf Klassen wegzunehmen und der Aula zuzufügen. Eine Aufstockung könnte dann den Wegfall im Erdgeschoss ersetzen.
Die Küche in der Mittagsbetreuung ist viel zu eng, hier muss man dringend optimieren. Außerdem steht eine Sanierung der WCs an. Botschafters Fazit deshalb: „Eine bedarfsgerechte Erneuerung der Mittagsbetreuung ist nur mit einem Neubau möglich.“

Im Stadtentwicklungsausschuss gab es verschiedene Ideen, wie jetzt weiter zu verfahren ist. So hält etwa Eckard Paetzold (Grüne) nichts von einem Turnhallenneubau, während Dr. Johann Pöllot (CSU) und Horst Topp (Grüne) sich dafür aussprechen. Michael Gleiß (SPD) kann sich sogar einen Abriss der Schule und einen kompletten Schulneubau vorstellen, ebenso wie Thomas Dietz (FW/UNA). Denen hält Bürgermeister Erich Odörfer aber entgegen, dass man in den vergangenen Jahren einige Millionen unter anderem in die energetische Sanierung der Grundschule gesteckt hat. Dafür flossen auch Zuschüsse, die bei einem Abriss unter Umständen zurückgezahlt werden müssten. Wie es sich damit verhält, ob die Stadt die Schule wegreißen kann, wenn künftige Untersuchungen zu dem Schluss kommen, dass ein Neubau günstiger als eine Sanierung und Optimierung des bestehenden Bauwerks ist, will Odörfer jetzt mit der Regierung abklären.

Der Stadtentwicklungsausschuss beschloss am Ende einstimmig, einen Planer zu beauftragen, der nun ermitteln soll, ob Sanierung von Turnhalle und Schule, oder ob Neubauten günstiger sind. Außerdem soll sich der Planer mit dem Thema „Neue Mittagsbetreuung“ befassen.

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