Lauf-Live-Festival in der Brauerei Simon

Vier Bands rockten die Brauereihalle

Zwei Leckerbissen beim diesjährigen Lauf-Live-Konzert: Die heimische Band Baglin (links) und die Frauenformation Select aus dem Nördlinger Rieß2015/04/99089_lauflivemaedchenschnell_New_1428862564.jpg

LAUF — Tolle ausgelassene Stimmung in der Brauereihalle, fünf unterschiedliche Bands das ist Lauf live. Das schon zur Tradition gewordene Musikfestival lockte wieder viele musikbegeisterte Besucher auf das Gelände der Brauerei Simon an der Laufer Wiesenstraße. Organisator Martin Meinzer konnte wieder hochkarätige Musikerinnen und Musiker begrüßen.

Zum Auftakt stand der Organisator wie gewohnt selbst auf der Bühne. Zusammen mit Chris Löhner am Keyboard und Andi Nürnberger überzeugte Meinzer mit seinem breitgefächerten Musikrepertoire. 3Korn, so der Name der kleinen Band, spielte eigene Songs und Stücke der Rock und Pop Szene wie immer sehr gekonnt. Der Höhepunkt dieses Auftritts war sicher Deep Purple´s Child in Time. Meinzer zeigte sich in Höchstform.

Schon nach einer kurzen Umbauphase stand Select auf der Bühne. Select sind fünf junge Frauen aus dem Nördlinger Rieß die sich einst als Schulband gefunden haben. Wie kleine Kometen schlug die unbekümmerte Art Musik zu machen beim Publikum ein. Spaß und Freude an der Musik waren ab den ersten Tönen spürbar. Steffi Deubler, Jessy Heinrich und Sarah Fall wechseln sich an den Gitarren stets ab und sorgen für einen vielstimmigen Gesang. Aktuelle Rocksongs ergänzen das abwechslungsreiche Programm. Da die Band keine feste Bassistin in Ihren Reihen hat wechselte dieses Instrument ständig durch die Reihen. Stetige Antreiberin am Schlagzeug ist Lisa Mittring. Auch wenn die Halle zu diesem Zeitpunkt noch nicht voll gefüllt war, konnte Select für beste Stimmung sorgen. Höhepunkt des Auftritts war ein eindrucksvolles Medley aus den bekanntesten Songs der australischen Rocker AC/DC. Ein musikalischer schwäbelnder Leckerbissen, mit dem niemand gerechnet hat, macht Lust auf mehr.

Die heimische Gruppe Baglin heizte das musikalische Feuer weiter an. Sie beschreiben sich selbst als fünf Verrückte die sich verschiedenster Musikgenres verschrieben haben. Von Jonny Cash´s Songs über CCR bis hin zu den schon genannten AC/DC luden die stark harmonisierenden Musikfreaks zu einer Reise durch verschiedenste Musiklandschaften ein. Das Publikum honorierte diese Reise mit anhaltendem Applaus. Alex Haas, Stefan Gmelch und Kai Scharf mit verschiedenen Gitarren und teilweise mehrstimmigen Gesang, Stefan Schuricht am virtuosen Baß und dem immer freudigen Gerald Haussner am Schlagzeug ließen erkennen, weshalb sich Baglin zu einer Größe in der heimischen Musikszene etabliert hat. Normal ist bei Baglin nichts.Wie auch schon im letzten Jahr überbrückten Andreas Nürnberger und Simon Schlagbaum als Andi& Simon die nötigen Umbaupausen auf der Alternativ Stage vor der Halle. Mit Gitarre und Cajon unterhielt das Duo mit einer bunten Mischung aus Rock, Pop und Bluesstücken. Die Besucher ließen sich von dieser Musik inspirieren und nahmen an der aufgestellten Feuertonne eine gewisse Lagerfeuerromantik mitten in Lauf in sich auf.

Musikalisch gingen in der Halle als Highlight des Festivals die Sterne der Räinbooch Allstar Band auf. Mit Deep Purple´s Highway Star gaben die sechs Ausnahmemusiker um Frontmann und Sänger Klaus Hacker gleich mit dem ersten Stück richtig Gas. Den Beatles Song Come Together nahm das Publikum wörtlich und versammelte sich endgültig vor der Bühne. Angetrieben von Toni Walz an seinem Schlagzeug machten die Allstars ihrem Namen alle Ehre. Mit Bernd Fauser fegte als Herr der schwarzen und weißen Tasten über seine Instrumente. Michael Sikora an seinem Sax unterstrich mit seinem gefühlvollen Spiel seine Klasse. Bei dem bekannten Santana Hit Black Magic Women zeigte Robert Walker, Gewinner des Deutschen Rockpreises 2014 mit seiner Band Robert Walker & the century band, daß er ein unumstrittener Meister auf seiner Gitarre ist. Gefühlvoll und ausdrucksstark. Nicht zu vergessen der immer groovende Helmut Keller an seinem Baß. Optisch leider oft im Hintergrund musikalisch aber eindrucksvoll mittendrin. Mit Led Zeppelin´s Who lotta love klang das Lauf live 2015 aus.

Wieder einmal ein gelungenes Highlight für Lauf. Leider müssen die letzten Töne nach Meinung der begeisterten Besucher und des Veranstalters viel zu früh um 22.00 Uhr verklingen.

Gerd Schnellinger

N-Land Pegnitz-Zeitung
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