Nachfolger von Iris Santoro

Neue Spitze bei der IG-Bau

Bernhard Heizmann ist der Neue an der Spitze der IG BAU
Mittelfranken.
Bernhard Heizmann ist der Neue an der Spitze der IG BAU Mittelfranken. | Foto: IG BAU/Simone Drews2026/03/Bernhard-Heizmann_Portraet_4x3.jpg

Nürnberger Land - Wechsel an der Spitze der IG BAU in der Region: Bernhard Heizmann ist zum Vorsitzenden des Bezirksverbands Mittelfranken der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) gewählt worden. Damit kümmert sich der 59-Jährige ab sofort vier Jahre lang um die Interessen von Bauarbeitern, Reinigungskräften und von Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft.

Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten im Landkreis Nürnberger Land alleine rund 1150 Menschen im Bauhauptgewerbe und 980 in der Gebäudereinigung. Auch Bernhard Heizmann ist vom Fach: Er ist gelernter Forstwirt. Als neuer Bezirksvorsitzender übernimmt er die Nachfolge von Iris Santoro.

„Ob auf der Baustelle, im Garten- und Landschaftsbau, in der Reinigungsfirma, im Maleroder Dachdeckerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen. Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“, sagt Heizmann. Der Gewerkschafter appelliert an die Beschäftigten in der Region, sich für ihre Interessen einzusetzen. Das sei besonders in unsicheren Zeiten wichtig. Dabei stehe die IG BAU Mittelfranken auch zukünftig fest an der Seite der Beschäftigten. „Das gilt nicht nur, wenn es um faire Bezahlung, gute Job-Bedingungen oder die Mitsprache im Betrieb geht, sondern gerade auch dann, wenn es Zoff mit dem Chef gibt“, so der neue Bezirksvorsitzende.

Heizmann kündigt an, dass sich die IG BAU auch weiterhin in politische Debatten einmischen werde: „Viele Vorhaben der Berliner Koalition haben direkte Auswirkungen für unsere Region und die Beschäftigten. Ein typisches Beispiel ist hier der Wohnungsbau. Da geht es um bezahlbare Wohnungen und um mehr Sozialwohnungen. Hier ist dringend mehr Unterstützung vom Bund notwendig.“

Auch für die Stärkung der Tarifbindung fordert Heizmann ein klares Signal von der Bundesregierung: „Der Tariflohn sollte endlich zur Regel werden. Denn davon würden auch die Beschäftigten in der Region profitieren.“

Keine Belastung für Arbeiter

Ein klares „Stoppschild“ fordert Bernhard Heizmann für die Versuche, insbesondere den arbeitenden Menschen immer neue Belastungen aufzubürden. „Ob Kürzungen bei der Lohnfortzahlung, die Abschaffung des Acht-Stunden-Tags oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters – so dreiste Forderungen sind respektlos und gehen völlig an der Realität der Beschäftigten vorbei. So ist beispielsweise gerade auf dem Bau und im Handwerk schon heute für viele ist die Rente mit 65, 66 oder 67 nicht erreichbar“, so Heizmann. Statt über soziale Einschnitte und den Abbau des Sozialstaats zu diskutieren, seien sinnvolle Reformvorschläge notwendig. Vor allem eine „ordentliche, sichere und gerechte Rente“ müsse her. 

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