Steuern

Felix Locke fordert mehr Freiheiten für Vereine

Landtagsabgeordneter Felix Locke (Freie Wähler) am Rednerpult.
Landtagsabgeordneter Felix Locke (Freie Wähler) am Rednerpult. | Foto: Freie Wähler2026/05/3753df0b54a33a893e2e19d0ce9d61ce795b050f_max1024x.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die aktuellen Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, den steuerlichen Freibetrag für bestimmte steuerpflichtige Vereine von bislang 5000 Euro durch eine Freigrenze von lediglich 1000 Euro zu ersetzen, stoßen bei Landtagsabgeordnetem Felix Locke (FW) auf deutliche Kritik. Locke fordert stattdessen einen grundsätzlichen Kurswechsel im Umgang mit ehrenamtlich getragenen Veranstaltungen.

„Wer angesichts immer größerer Herausforderungen für das Ehrenamt darüber nachdenkt, steuerliche Spielräume von Vereinen einzuschränken, setzt das völlig falsche Signal. Wir müssen Vereinen das Leben leichter machen – nicht komplizierter“, erklärt Locke und fordert: Feste und Veranstaltungen von Feuerwehren, Kirchweihvereinen, Sportvereinen und anderen ehrenamtlich getragenen Organisationen sollten grundsätzlich von Ertragsteuern freigestellt werden, sofern die Einnahmen wieder dem Vereinszweck und damit der Gemeinschaft zugutekommen.

„Bei unseren Kirchweihen, Feuerwehrfesten und Vereinsfeiern stehen keine Konzerne hinter der Theke. Da backen Mitglieder Kuchen, kaufen Zutaten ein, bauen Zelte auf, grillen Bratwürste und schenken Getränke aus – und das alles vielfach unentgeltlich. Dass der Staat anschließend mit komplizierten steuerlichen Regelungen danebensteht und prüft, welcher Euro wie zu versteuern ist, passt für mich nicht zusammen“, sagt Locke. Er fordert deshalb, die aktuelle Diskussion zum Anlass für eine grundlegende Vereinfachung zu nehmen.

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