Was im Notfall zu tun ist

Schulung im Katastrophenschutzzentrum stärkt Krisenvorsorge im Nürnberger Land

Theoretisches Wissen und praktische Einblicke in die Ausstattung von Kommunalen Versorgungszentren.
Theoretisches Wissen und praktische Einblicke in die Ausstattung von Kommunalen Versorgungszentren. | Foto: Landratsamt Nürnberger Land2026/08/csm_2026-08-06_Infoveranstaltung_VZ_d40d5324f7.jpg

NÜRNBERGER LAND – Wie können Städte und Gemeinden ihre Bevölkerung bei Szenarien wie einem länger andauernden Stromausfall oder Unwettern bestmöglich unterstützen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Informationsveranstaltung „Kommunales Versorgungszentrum“, zu der der Kreisverband Nürnberger Land des Bayerischen Rote Kreuzes in das Katastrophenschutzzentrum in Hersbruck eingeladen hatte.

Die Veranstaltung vermittelte die Grundlagen für den Betrieb und die Organisation sogenannter Kommunaler Versorgungszentren. Diese dienen bei einem länger andauernden Ausfall der Strom- und/oder Gasversorgung als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung. Bürgerinnen und Bürger können Schutz finden und Informationen erhalten.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf vulnerablen Personengruppen wie älteren Menschen, Familien mit kleinen Kindern oder Menschen mit Behinderung. Diese können bei Bedarf betreut und versorgt werden.

In Vorträgen und Präsentationen wurden die wichtigsten Anforderungen an Versorgungszentren vorgestellt. Thematisiert wurden Details wie eine Notstromversorgung oder notwendige Funktionsbereiche. Ebenso wurden organisatorische Herausforderungen, etwa bei Personal, Verpflegung und Material, erläutert. Zu diesem Zweck stellte das BRK eine mögliche Ausstattung aus dem eigenen Bestand vor.

Die Veranstaltung diente auch dazu, die Kommunen im Hinblick auf eine geplante Katastrophenschutzübung am 10. Oktober zusammenzubringen und offene Fragen zu besprechen. Bei der Großübung geht es um einen möglichen „Brownout“, also eine gezielte, kontrollierte und zeitlich begrenzte Abschaltung von Teilen des Stromnetzes, um einen Ausfall zu verhindern. In der folgenden Gesprächsrunde hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich über die Aufgaben und Möglichkeiten der Kommunalen Versorgungszentren sowie deren Einbindung in die Katastrophenschutzplanung auszutauschen.

Fortsetzungen sind geplant

Aufgrund der positiven Resonanz werden das BRK und das Landratsamt im kommenden Jahr gemeinsam weitere Veranstaltungen für interessierte Kommunen anbieten. Ziel ist es, im Ernstfall schnell handlungsfähig zu sein und die Bevölkerung zuverlässig versorgen zu können.

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