Am 19. September

Führung über ehemaliges KZ-Gelände in Hersbruck

Der Eingang F zum Doggerstollen in der Houbirg.
Der Eingang F zum Doggerstollen in der Houbirg. | Foto: Moritz/PZ-Archiv2025/02/d22a00ce19a3d28d12ba2c94e964f7350c2f72a9_max1024x.jpg

HERSBRUCK – Am Samstag, 19. September, lädt die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) „Mitten in Franken“ zu einer Führung über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Hersbruck ein. Es war ein Außenlager des KZ Flossenbürg – nach Größe und Struktur jedoch ein eigenständiges Lager und das drittgrößte KZ in Süddeutschland.

Ab 1944 mussten Häftlinge im Berg Houbirg bei Happurg eine unterirdische Motorenfabrik für Jagdflugzeuge errichten, geschützt vor alliierten Bombenangriffen. In den wenigen Monaten seines Bestehens durchliefen rund 10.000 Häftlinge das Lager, etwa 4000 von ihnen starben an den Folgen der menschenunwürdigen Behandlung.

Die Führung vermittelt Aufbau und Struktur des Lagers, das Lagerleben und die Zwangsarbeit sowie die Todesmärsche und die Auflösung kurz vor Kriegsende 1945. Außerdem wird vom Schicksal einzelner Häftlinge erzählt sowie von der heutigen Erinnerungskultur in Hersbruck.

Bis zum Doggerstollen

Wer möchte, kann sich nach der offiziellen Führung einer weiteren Führung zum Doggerstollen Happurg anschließen. Danach besteht die Möglichkeit zur Einkehr.

Die Führung übernehmen Barbara Raub, Oberstudienrätin und pädagogische Betreuerin des Dokumentationsortes Hersbruck/Happurg, sowie die Pastoralreferentin Ursula Clasen. Beginn ist um 14.30 Uhr, Treffpunkt ist die Katholische Kirche Hersbruck (Amberger Straße 53). Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten: per E-Mail an [email protected] oder unter Telefon 0911/208111. 

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren