Dennoch positive Bilanz

Mittelfränkische Polizei bewältigte rund 600 Einsätze in der Silvesternacht

Symbolbild: Polizei | Foto: Heiko Küverling/stock.adobe.com2022/06/AdobeStock_103011449.jpeg

REGION – Die Einsatzkräfte der mittelfränkischen Polizei bewältigten mit knapp 600 Einsätzen die intensivste Silvesternacht der letzten Jahre. Dennoch ziehen die Beamten insgesamt eine positive Bilanz.

Zwischen Samstag, 31. Dezember, 19 Uhr und Sonntag, 1. Januar, 7 Uhr, dokumentierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken insgesamt 594 Einsätze, so die Bilanz des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Die Schwerpunkte lagen bei 101 kleineren Bränden, zu denen die Polizisten hinzugerufen wurden. 97 Mal mussten sich Beamte um Ruhestörungen kümmern. Hinzu kamen noch 44 Fälle von Körperverletzung, 25 Verkehrsunfälle und 22 Sachbeschädigungen. Mehr zu den Kleinbränden im Nürnberger Land lesen Sie hier.

In Mittelfranken wurden insgesamt 58 Menschen leicht und vier Menschen schwer verletzt, teilt das Präsidium weiter mit.

Leichtverletzte nach Explosion

Einsatzschwerpunkt war die Stadt Nürnberg. Dort ereigneten sich drei Balkonbrände, bei denen zwei Personen wegen Rauchgasvergiftung medizinisch versorgt werden mussten.

Im Vorfeld der Silvesternacht hatte die Stadt Nürnberg eine Feuerwerksverbotszone von der Lorenzkirche bis zur Kaiserburg verfügt. Daran hielten sich aber einige Menschen nicht: Bereits ab 21.30 Uhr zündete „eine Vielzahl von Personen“, so die Polizei, Pyrotechnik ab. Die Einsatzkräfte leuchteten daraufhin den Platz mit Lichtmasten aus und wiesen mehrmals auf die Verbotszone hin.

Vor dem Hauptportal der Lorenzkirche zündete zuvor ein Unbekannter einen pyrotechnischen Gegenstand, welcher vier Polizeibeamte und einen Passanten leicht verletzte. Die Beamten konnten nach kurzer ambulanter Behandlung ihren Dienst und der Passant seinen Weg weiter fortsetzen.

Zwischenfälle auf der Fleischbrücke

Auf der Museums- und der Fleischbrücke schossen einige Personen mit Feuerwerkskörpern in Richtung von Passanten und Einsatzkräften. Hier musste daraufhin kurzzeitig unmittelbarer Zwang in Form von Drücken und Schieben gegen Personengruppen angewandt werden. Mehrfach war in diesem Bereich der Rettungsdienst wegen kleineren Verletzungen (Verbrennungen und Schnittwunden) im Einsatz.

„Neben den genannten Geschehnissen in der Nürnberger Innenstadt zeigte sich der weitere Verlauf der Silvesternacht in ganz Mittelfranken eher ruhig“, so die Polizei weiter. Trotz der hohen Einsatzbelastung ziehen die Beamten ein positives Fazit und wünschen „ein gutes, gesundes und friedvolles Jahr 2023“.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren