Besichtigung wieder möglich

Mit Maske in die Festung

Altes Gemäuer, neue Kleiderordnung: Diese maskierte Besuchergruppe, darunter links vorne Schnaittachs Zweite Bürgermeisterin Maria Pinzer, wird von Jürgen Glassauer (links im Hintergrund) vom Heimatverein herumgeführt. Mundschutz und Helm sind obligatorisch. | Foto: Schuster2020/06/Festung-Rothenberg-Fuhrung-Maske-Corona-us-scaled.jpg

Schnaittach – Seit dem Pfingstwochenende dürfen nun unter Auflagen wieder Führungen in der Festung am Schnaittacher Rothenberg stattfinden. Das altehrwürdige Gemäuer hatte seit vergangenem Herbst keine Gäste mehr gesehen. Zuerst verhinderte dies die alljährlich stattfindende Winterpause, die auch dem Schutz der Fledermäuse dient, im Anschluss folgte das Zugangsverbot wegen der Coronapandemie.


Bereits vor einigen Wochen erfolgte die wiederkehrende Sicherheitsüberprüfung durch einen Statiker in Verbindung mit dem staatlichen Bauamt in Nürnberg. Die Sicherheit der Gäste steht an erster Stelle, erklärte Bernhard Weber, Vorstand der Schlösserverwaltung in Nürnberg.

Man wollte auch von der Verwaltungsseite her alles geregelt und vorbereitet haben, damit am Pfingstsamstag das schwere Holztor wieder für die Besucher aufgesperrt werden konnte. Nicht zuletzt deshalb besuchte Weber persönlich noch am vergangenen Freitagnachmittag die Bergfestung, um mit den Festungsführern das Hygienekonzept im Detail durchzusprechen. So sind beispielsweise Masken verpflichtend.

Die Wiedereröffnung bescherte der ursprünglichen Ganerbenburg nun über die Pfingstfeiertage viele Gäste aus Nah und Fern. Eine der ersten Besucherinnen war die neu gewählte zweite Bürgermeisterin Maria Pinzer. Sie ist im hiesigen Heimatverein auch Vereinsmitglied.

Vom Glatzenstein zum Rothenberg

Als Wanderer durchstreiften Katharina Krodel und Steffen Riegamer aus Nürnberg den Rothenberg. Die beiden starteten vom Bahnhof in Schnaittach und erstürmten zunächst den Gipfel des Glatzensteins, bevor ihre Wander-App ihnen die Route über die Festung vorschlug.

Die junge Frau, die im PZ-Gebiet aufwuchs, war zum ersten Mal als Besucher in der Festung und war erstaunt über die Größe der Anlage. Krodel und Riegamer schwärmten von einem prima Wandergebiet mit abwechslungsreicher Landschaft und vielen Naturerlebnissen.

„Das Sicherheitskonzept aufgrund der Corona-Situation ist in unseren Augen gut durchgeführt worden und wir finden es toll, dass die Führungen nun trotz der Beschränkungen wieder stattfinden können“, so Krodel. „In Verbindung mit einer Wanderung ist die Besichtigung ein schöner Wochenendausflug und auf jeden Fall zu empfehlen.“

Festungsführungen finden von Mittwoch bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr jeweils zur volle Stunde statt. Montags und dienstags bleibt die Festung geschlossen.

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