ALTDORF - Die Jungmannschaft des DAV Altdorf hat das vergangene Wochenende für einen Besuch in der Schweizer Partnergemeinde Altdorf Uri genutzt. Auf Einladung der dort ansässigen SAC-Sektion Gotthard ging es hinauf auf die Kröntenhütte. Trotz winterlicher Verhältnisse war es ein gelungenes Wochenende für alle Teilnehmer.
Für die Jungmannschaft der DAV-Sektion Altdorf ging es auf die 1903-Meter hoch gelegene Kröntenhütte im Schweizer Erstfeldertal. Weil der unbeständige Wetterbericht alle Optionen von Klettersteig über Mehrseillängen bis zur Hochtour offen ließ, fiel das Gepäck mit der kompletten Ausrüstung im Rucksack entsprechend schwer aus.
Spektakulärer Zustieg
Der Zustieg begann spektakulär: Mit der kleinen, selbstbedienten Hofstetten-Wilerli-Luftseilbahn, die Platz für drei Personen bietet, wurden die ersten 600 Höhenmeter entspannt überwunden. Von der Bergstation aus führte der Wanderweg durch traumhaft grüne Täler, vorbei an saftigen Almwiesen, Ziegen und Kühen hinauf zur Hütte. Dort wurde die Gruppe vom Wirtspaar empfangen. Bei gutem Essen und netter Gesellschaft klang der Anreisetag gemütlich aus, während draußen der angekündigte Regen einsetzte.
Theorie statt Praxis
Der nächste Morgen bestätigte den Wetterbericht: Dauerregen. Die Altdorfer machten das Beste daraus und nutzten die Zeit für eine intensive Theorieeinheit. Auf der Hütte wurde das Wissen zur Spaltenbergung für die kommenden Hochtourentage wiederholt und praktisch geübt. Als der Regen am Nachmittag nachließ, zog es die Gruppe nach draußen zum Stäibber Klettersteig.
Schön gelegen am Rand des Fulenbachfalls, bot der Steig eindrucksvolle Abschnitte: luftige Passagen, die Balance auf dünnen Rundhölzern verlangten, überhängende Kletterpassagen und als Highlight eine Seilbahn über den tosenden Wasserfall.
Winterliche Bedingungen
Für die darauffolgenden Tage besserte sich das Wetter, sodass größere Touren geplant werden konnten. Der ursprüngliche Plan, den Groß Spannort (3198 m) über eine kombinierte Hochtour mit anschließender Kletterei zu begehen, musste aufgrund der noch winterlichen Bedingungen vor Ort geändert werden - nach der zweiten Kletterseillänge war wegen Eis und Schnee Schluss. Spontan disponierte die Gruppe um und wählte den Namensgeber der Hütte: den 3108 Meter hohen Krönten als Ziel.
Gemeinsame Aktionen geplant
Bei alpinen Bedingungen war teils harte Spurarbeit im hüfthohen Schnee nötig, bevor nach einer kurzen Gipfelkletterei der höchste Punkt erreicht wurde. Trotz des wechselhaften Wetters war es ein rundum gelungener Auftakt für künftige gemeinsame Aktionen der DAV Sektion Altdorf mit dem SAC Gotthard, der die Verbindung zur Schweizer Partnergemeinde Altdorf Uri lebendig gemacht und gefördert hat.
