Erneuerbare Energien

Mieterstrom: Solarstrom vom Hausdach

Dank Mieterstrom können auch Bewohnerinnen und Bewohner 
von Mehrfamilienhäusern Solarstrom vom eigenen Dach nutzen.
Dank Mieterstrom können auch Bewohnerinnen und Bewohner von Mehrfamilienhäusern Solarstrom vom eigenen Dach nutzen. | Foto: djdMinolGetty-Imageswakila2026/06/p_76124bild2Foto-djdMinolGetty-Imageswakila.jpg

Wie das Modell funktioniert und wie Mieter und Eigentümer profitieren

djd - Solarstrom vom eigenen Dach – für Hausbesitzer ist das längst Realität. Mieter konnten davon bislang nur selten profitieren. Mieterstrom-Modelle setzen genau hier an: Sie ermöglichen es Bewohnern von Mehrfamilienhäusern, Strom aus Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Gebäude zu nutzen. Das kann Kosten senken, eröffnet Eigentümern neue Einnahmemöglichkeiten und unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist Mieterstrom?
Bei diesem Stromvermarktungsmodell wird vor Ort erzeugter Strom, meist aus PV-Anlagen auf dem Dach, direkt an die Mieter desselben Hauses geliefert. Der Unterschied zur klassischen Stromversorgung: Er fließt nicht durch das öffentliche Netz, sondern wird innerhalb des Gebäudes verbraucht.

Wie funktioniert Mieterstrom?
Im einfachsten Fall ist der Gebäudeeigentümer zugleich Betreiber der Solaranlage. Er verkauft den Solarstrom an die Bewohner und erhält zusätzlich zum Verkaufserlös den staatlichen Mieterstromzuschlag. Reicht die erzeugte Strommenge nicht aus, kauft der Eigentümer Strom aus dem öffentlichen Netz zu. Überschüssiger Solarstrom wird ins Netz eingespeist und vergütet. Außer diesem Grundmodell gibt es weitere Mieterstrom-Modelle, die hinsichtlich Aufwand, Risiko und Ertrag für den Gebäudeeigentümer variieren.

Welche Vorteile hat Mieterstrom für Mieter?
Mieterstrom kann für Mieter günstiger sein, da der Preis höchstens 90 Prozent des örtlichen Grundversorgungs­tarifs betragen darf. Weil der Strom direkt am Gebäude erzeugt und vor Ort verbraucht wird, können bei diesem Stromanteil Kostenbestandteile wie Netzentgelte, Stromsteuer oder Konzessionsabgaben entfallen.

Welche Vorteile hat Mieterstrom für Vermieter?
Für Vermieter entsteht eine zusätzliche Einnahmequelle, die sich aus drei Komponenten zusammensetzt: dem staatlichen Mieterstromzuschlag, der 20 Jahre lang vom Netzbetreiber ausgezahlt wird, dem Erlös aus dem Stromverkauf an die Mieter und der Einspeisevergütung für Stromüberschüsse. Mieterstrom steigert so die Rendite sowie den Wert der Immobilie und verbessert die Energiebilanz.

Wie können Vermieter Mieterstrom umsetzen?
Ob sich Mieterstrom wirtschaftlich lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab, etwa von der Größe der Dachfläche, dem Strombedarf im Haus, der technischen Umsetzung und dem Abrechnungsmodell. Spezialisierte Anbieter bieten dafür Komplettlösungen an, von der Planung über die Wirtschaftlichkeitsberechnung bis zur Abrechnung und zum Betrieb der Anlage. Nach der Installation lassen sich Verbrauchsdaten, Abrechnung und Anlagenbetrieb oft digital verwalten.

Weitere Informationen zu den Erneuerbaren Energien finden Sie bei diesen lokalen Händlern:

Bad und Heizung Kreuz
die fleischmänner - der Wärmepumpen-Spezialist
Ofen Leupold
SH-Elektro GmbH
L. Kühnel, Heizung-Solar-Sanitär
Städtische Werke Lauf a.d. Pegnitz

Energie clever managen

Mit digitalen Systemen den Betrieb einer Wärmepumpe optimieren

djd - Wärmepumpen sind im Neubau ebenso wie bei der Altbau-Modernisierung häufig die erste Wahl. Die Wärmeerzeugung mithilfe von Umweltenergie, etwa aus der Umgebungsluft, ist besonders effizient und somit kostensparend. Noch positiver fällt die Gesamtbilanz aus, wenn der Strom für die Wärmepumpe zu großen Teilen von einer eigenen Photovoltaikanlage bereitgestellt wird. Mit Systemen für ein intelligentes Energiemanagement lässt sich der Betrieb weiter optimieren, um nachhaltig Energiekosten zu sparen.

Energiekosten halbieren dank smarter Vernetzung
Wärmepumpen beziehen rund drei Viertel der Heizenergie kostenfrei aus der Umgebung, also aus Luft, Wasser oder Erde. Nur ein Viertel der Antriebsenergie wird als Strom zugeführt. Genau hier setzen moderne Smarthome-Lösungen an. Sie steuern die Wärmepumpe vorausschauend, nutzen günstige Stromtarife oder verschieben den Betrieb in Zeiten einer hohen Solarstrom-Erzeugung. Das Ergebnis: geringere Energiekosten bei gleichbleibend hohem Komfort. Der digitale Service EnergiePLUS etwa funktioniert ohne zusätzliche Hardware mit allen Wärmepumpen, die über ein Internetmodul verfügen. Die Aktivierung erfolgt online und ist kostenfrei. Einmal eingerichtet, analysiert ein Energiemanagementsystem zum Beispiel Faktoren wie Wetterdaten und den Energieverbrauch im Haus. So lassen sich die Betriebszeiten optimieren, um etwa die Warmwasserbereitung gezielt in sonnige Tageszeiten zu legen. Der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms steigt, der Bezug von kostenpflichtigem Netzstrom sinkt. Übrigens: Auch viele bereits vorhandene Wärmepumpen lassen sich nachträglich mit einem Internetmodul ausstatten.

Nachhaltige Wärme – digital optimiert
In der Kombination Wärmepumpe, Photovoltaik und Batteriespeicher lassen sich Energiekosten sogar fast halbieren. Möglich ist das mit umfassenden Lösungen wie dem SolarEdge Home System. Dieses kombiniert Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher, Wechselrichter und Wallbox für E-Autos zu einem intelligent gesteuerten Energiesystem. Das Herzstück bildet ein spezieller Controller, über den sich alle Energieflüsse im Haus zentral steuern lassen. Die Kommunikation zwischen den Geräten läuft über den gängigen EEBUS-Standard. So arbeiten alle Komponenten optimal zusammen. Die Wärmepumpe „weiß“, wann Solarstrom verfügbar ist oder wann das E-Auto geladen wird – und stimmt den Betrieb darauf ab. Das erhöht nicht nur die Energieeffizienz, sondern sorgt auch für mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz. Die Bewohner profitieren somit von einer nachhaltigen Wärmeversorgung bei gleichzeitig hoher Kosteneffizienz.

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