Wolfgang Woitinek übernimmt Backhaus Fuchs

Früher Lehrling, jetzt Chef

Das Team an der Spitze: links die Familie Woitinek (Andrea Mandosi, Wolfgang Woitinek und seine beiden Söhne Philip und Tobias und Seniorchefin Margot Woitinek), rechts Michael Fuchs und seine Mutter Carola Fuchs. | Foto: Alex Blinten2021/03/Altdorf-Fuchs-scaled.jpg

ALTDORF – Das Backhaus Fuchs wechselt den Inhaber. Bäckermeister Michael Fuchs verkauft das Geschäft an seinen langjährigen Freund Wolfgang Woitinek.

Es gibt Nachrichten, von denen es heißt, sie würden einschlagen wie eine Bombe. Der Verkauf des traditionsreichen Backhauses Fuchs gehört in diese Kategorie. Als Bäckermeister Michael Fuchs vor einigen Tagen einen Brief an seine Geschäftspartner verschickte mit der Information, dass er sein Geschäft an seinen langjährigen Freund Wolfgang Woitinek verkauft, ahnte er den Wellengang nicht, den das Schreiben auslösen würde. „Der Fuchs hört auf? Das gibt‘s doch nicht!“ war der Tenor unmittelbar nachdem der Brief seine Adressaten erreicht hatte.

Aufhören – das klingt nach Ende, Aus, Feierabend. Davon aber kann überhaupt keine Rede sein, versichert Michael Fuchs. Das Geschäft wird weiter geführt. Mit der Qualität, die die Kunden bereits kennen. Was Wolfgang Woitinek insofern leicht fallen dürfte, als er vor Jahrzehnten im Backhaus Fuchs in Altdorf seine Bäckerlehre absolvierte.

„Beide brennen für ihr Geschäft“

Seit 40 Jahren kennen sich die Familien Fuchs und Woitinek und haben seit vielen Jahren eines gemeinsam: Sie betreiben außerordentlich erfolgreich Bäckereien, Fuchs in Altdorf mit dem Hauptgeschäft und weiteren Filialen am Ort und in Feucht und Neumarkt, und Woitinek in Nürnberg mit der Zentrale in der Saarbrückener Straße. Philip und Tobias Woitinek, 26 und 23 Jahre alt, treten in die Fußstapfen ihres Vaters, beide sind Bäcker, „beide brennen für ihr Geschäft und steigen in Altdorf ein“, sagt Michael Fuchs, der sich keineswegs auf‘s Altenteil zurückzieht. Er bleibt im Boot, „mindestens bis Ende 2022“, betont er, „bei Bedarf noch länger.

Die 40-jährige Bekanntschaft der Familien Fuchs und Woitinek hat ein Fundament. „Leidenschaft am Backen“ nennt Fuchs das, eine gemeinsame Begeisterung für das Bäckerei-Geschäft, das am Ende nur dann gut funktioniert, wenn die Mitarbeiter sich ordentlich aufgehoben fühlen im Betrieb. Fuchs und Woitinek sind sich einig, dass geschäftlicher Erfolg immer zusammen geht mit sozialer Personalführung. 180 Mitarbeiter hat Fuchs, 40 Woitinek. Alle Arbeitsverträge werden ohne Einschränkung übernommen. Und die Teams in den Läden bleiben in der jetzigen Besetzung bestehen.

Das Backhaus Fuchs hat eine erfolgreiche Zukunft“, ist sich Bäckermeister Fuchs sicher, auch weil die Verantwortung jetzt auf mehrere Schultern verteilt ist: Wolfgang Woitinek und seine Lebensgefährtin Andrea Mandosi, die seit Jahren schon für Fuchs die Filiale in Feucht leitet, Philip und Tobias Woitinek und übergangsweise Michael Fuchs arbeiten als Team an der Spitze zusammen

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren