Erweiterung des Angebots

Diakonie nimmt Stellung zur Schließung des Wichernhaus-Internats

Allen Mitarbeitenden konnte innerhalb des Wichernhauses eine neue Stelle angeboten werden. Die meisten hätten dieses Angebot auch angenommen. | Foto: Blinten2022/08/altdorf-wichernhaus.jpeg

ALTDORF – Die Diakonie nimmt noch einmal Stellung zur Schließung des Wichernhaus-Internats.

Nachdem alle Kinder und Jugendlichen das Internat am Wichernhaus zum Schuljahresende verlassen haben, schließt die Rummelsberger Diakonie dieses Angebot in Altdorf. Von den am Ende des Schuljahres 2021/22 verbliebenen 19 Schülern und Schülerinnen haben elf das Internat nach Abschluss ihrer Schulausbildung verlassen. Die acht verbliebenen Kinder und Jugendlichen sind in eine andere Einrichtung gezogen. 

Allen Mitarbeitern konnte innerhalb des Wichernhauses eine neue Stelle angeboten, teilt die Rummelsberger Diakonie mit. Bis auf wenige Ausnahmen hätten alle Kollegen von dieser Gelegenheit Gebrauch gemacht, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Bereits vor mehr als eineinhalb Jahren hatte die Rummelsberger Diakonie diesen Schritt angekündigt. 

Größeres Angebot

„Entgegen dem Eindruck wird unser Angebot in Altdorf größer und differenzierter,“ sagt Wichernhausleiter Diakon Thomas Jacoby und verweist auf zehn neue Wohnplätze für Erwachsene mit Behinderung, die in den vergangenen Jahren geschaffen worden seien. Auch die Heilpädagogische Tagesstätte habe mit jetzt 136 Plätzen zwei neue Gruppen eröffnet. Die Kapazität der Tagesstätte sei auch deswegen vergrößert worden, um Schüler aus Altdorf und Umgebung morgens den Schulbesuch und nachmittags die Angebote der Tagesstätte zu ermöglichen.

Mehr Bedarf in der Eingliederungshilfe

Diakon Volker Deeg, Fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung (RDB), beobachtet seit Jahren einen Trend: „In der Eingliederungshilfe ist ein zunehmender Wohn-, Therapie- und Betreuungsbedarf für Menschen im Erwachsenenalter festzustellen“. Dem trägt die RDB Rechnung, indem sie Angebote für diese Menschen entwickelt beziehungsweise erweitert.

Gleichwohl bleibe die Arbeit und Förderung von Kindern und Schülern mit Behinderungen auch in Zukunft sehr wichtig für die Rummelsberger Diakonie, fasst die Pressemitteilung der Rummelsberger zusammen. So nehmen zurzeit Pläne zur Grundsanierung der Förderschule am Wichernhaus Gestalt an. In absehbarer Zeit werden diese Arbeiten für einen zweistelligen Millionenbetrag beginnen. Die Räume des Internats werden zu Schulklassen umgestaltet, so dass während des laufenden Schulbetriebs gebaut werden kann. 

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