30. Frankonia Open

Schlittenhunde sprinten durch Schönberg

Kraftvoll, ausdauernd und anmutig sind die Schlittenhunde beim Rennen im Laufer Ortsteil Schönberg. | Foto: Decombe2022/11/2db6a476ef033932702ac9fc24d4fd09b7b403af_max1024x.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Anfang Dezember finden in Schönberg die 30. Frankonia Open statt. Anders als im vergangenen Jahr sind wieder Zuschauer erlaubt. In verschiedenen Kategorien werden die Deutschen Meister gekürt.

Wenn am 3. Dezember die Sonne aufgeht und sich der winterliche Nebel über dem Sportplatz bei Schönberg lichtet, ist es wieder so weit, dann treten sportliche Vier- und Zweibeiner bei den 30. Frankonia Open in verschiedenen Kategorien gegeneinander an.

Das Besondere: In diesem Jahr werden beim Rennen gleichzeitig die Deutschen Meister gekürt. „Die Sportlerinnen und Sportler treten entweder mit einem Hund im Canicross, Bikejöring oder Dogscooter an oder dann in den Wagenkategorien mit vier bis maximal acht Hunden“, erläutert der zweite Vorstand des Fränkischen Schlittenhundesportclubs Florian Frauenknecht.

Canicross meint dabei das Joggen mit Hund. Wobei „Joggen“ hier das falsche Wort ist. Mensch und Hund sind mit Hilfe eines speziellen Gurtes, einer flexiblen Leine und eines Zuggeschirrs miteinander verbunden. Der Hund zieht durchgängig und so absolvieren die schnellsten Teams die Strecke in circa zehn Minuten. Beim Bikejöring fährt der Mensch auf einem Mountainbike, beim Dogscooter wird ein spezieller, geländefähiger Roller verwendet. In dieser Kategorie dürfen auch zwei Hunde vorgespannt werden.

Ganz Deutschland zu Gast in Lauf

Der Verband der Deutschen Schlittenhundesportvereine, kurz VDSV, ist für die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft verantwortlich. Jedes Jahr findet dieser Wettkampf bei einem anderen Verein statt. Zuletzt ging es nach Leipa in Sachsen-Anhalt. „Dieses Jahr ist für uns ein ganz besonderes. Zum einen richten wir zum 30. Mal ein Rennen hier in Lauf aus. Zum anderen geht es dieses Mal auch um die Vergabe der Meistertitel“, sagt Frauenknecht. Die Musher, wie die Gespannfahrer im Fachjargon genannt werden, kommen dabei von überall aus der Republik. Auch internationale Starterinnen und Starter sind dabei.

Off-Snow hat sich etabliert

Verschneite Landschaften, zehn sibirische Huskys und die weite Alaskas: So kennen die meisten den Schlittenhundesport. Doch mittlerweile hat sich der „Off-Snow“ Bereich fest etabliert. Gestartet wird also, wie der Name schon verrät, ohne Schnee, dafür mit Rädern oder zu Fuß. Und auch die Hunderassen variieren stark. „Wir werden natürlich die klassischen Schlittenhunde starten sehen. Aber auch viele andere Rassen wie etwa der Europäische Hound, eine spezielle Zughundezüchtung, oder andere rennbegeisterte Vierbeiner wie Schäferhunde, Dalmatiner oder Weimaraner.“, erklärt Frauenknecht. Gerade in der Kategorie „Canicross“ gehen häufig auch kleinere Hunde an den Start. Der Spaß und die Freude am gemeinsamen Sport stehen dabei immer im Fokus.

Für die ganze Familie

Am 3. und 4. Dezember dreht sich somit in Schönberg bei Lauf an der Pegnitz alles um den Hund. Frauenknecht freut sich, dass das Rennen wieder wie gewohnt stattfinden kann: „Im vergangenen Jahr waren coronabedingt keine Zuschauer zugelassen. Heuer können wir unseren tollen Sport wieder präsentieren. Das ist auch für die startenden Teams eine ganz besondere Atmosphäre“, erklärt er weiter.

Die ersten Sportlerinnen und Sportler werden Samstagfrüh ab 9 Uhr auf den Trail gehen. Für das leibliche Wohl ist im Vereinsheim des Sportvereins gesorgt, der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Info

Besucherhunde müssen einen vollständigen Impfschutz nachweisen, um auf das Gelände zu kommen.

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