Kreislaufzusammenbruch am Steuer

Tödlicher Unfall bei Rothenbruck

Der 75-jährige Fahrer starb bei dem Unfall am späten Samstagnachmittag bei Rothenbruck. | Foto: NEWS5 / Zeilmann2017/03/20170318_n5_170318_Unfall_ST2162_Neuhaus_08.jpg

ROTHENBRUCK – Gegen 17 Uhr kam es am Samstag bei Rothenbruck zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Ein 75-Jähriger aus dem oberen Pegnitztal erlitt während der Fahrt am Lenkrad einen Kreislaufzusammenbruch, wodurch der Golf zuerst nach rechts von der Straße abkam und dann quer über die Fahrbahn nach links eine Böschung hinab und in eine Baumgruppe schleuderte. Der Mann starb, seine beiden 72-jährigen Begleiterinnen verletzten sich leicht.

Nach Angaben einer Mitfahrerin gegenüber der Polizei verlor der Fahrer bereits vor dem Unfall das Bewusstsein. Trotz Reanimationsmaßnahmen durch einen Notarzt starb der 75-Jährige noch an der Unfallstelle. Seine beiden Mitfahrerinnen kamen vorsorglich mit dem Rettungsdienst zur Untersuchung in ein Krankenhaus.

Die Ersthelfer waren schnell vor Ort. Wie Roland Löb vom Veldener ASB berichtet, war darunter eine Gruppe der Feuerwehr Edelsfeld, die gerade ihre Sanitätsausbildung beim ASB-Regionalverband Jura absolvieren, griffen beherzt ein. Sie holten die Insassen aus dem Auto und begannen beim Fahrer unverzüglich mit Reanimationsmaßnahmen und betreuten die Ehefrau und die weitere Mitfahrerin. Ein zufällig ebenso vorbeikommender Rettungsassistent des ASB konnte dann zusätzlich bis zum Eintreffen der Kollegen aus Velden, der Unterstützungsgruppe des ASB, dem Rettungswagen des Roten Kreuzes aus Schnaittach, wichtige weitere Maßnahmen vornehmen.

Zwei Notärzte, die mit dem Intensivhubschrauber der DRF eingeflogen wurden, übernahmen schließlich die Versorgung. Derweil sorgten die Feuerwehren aus Neuhaus und Velden für eine Totalsperrung der Staatsstraße, leuchteten dann die Einsatzstelle bei Einbrechen der Dunkelheit aus und unterstützten die Polizei Hersbruck sowie den Rettungsdienst.

Doch alle intensiven Bemühungen sämtlicher Beteiligter waren für den PKW-Fahrer vergebens. Er starb noch vor Ort. Seine Ehefrau und die Begleiterin wurden zur Untersuchung und Behandlung der leichten körperlichen Verletzungen von ASB und Rotem Kreuz ins Krankenhaus gebracht. Ein Notfallseelsorger des Roten Kreuzes wurde ebenso an die Unglücksstelle geholt. Er kümmerte sich vor allem um die sieben Ersthelfer, die vorbildlich und engagiert reagiert hatten. Ganz im Gegensatz zu anderen Passanten, wie Löb anmerkt, die das Geschehen vom gegenüberliegen Rad- und Fußweg verfolgten und derentwegen die Feuerwehr einen Sichtschutz aufbauen musste. Ein Mann habe sogar sich selbst gefährdet, indem er die Eisenbahnschienen überquerte und direkt vom Gleis der viel befahrenen Strecke aus auf die Einsatzstelle schaute, ehe er von Polizisten verscheucht wurde.

Die rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr Neuhaus und Velden rückten nach rund zweieinhalb Stunden wieder einrücken. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth unterstützte ein Sachverständiger die Beamten der Hersbrucker Polizei bei der Unfallaufnahme.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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