Aktion findet zum 60. Mal statt

Sternsinger bringen ihren Segen an die Haustüren

Die Leinburger Sternsinger mit Pfarrer Hermann Plank. | Foto: Gassenmeier2018/01/Sternsinger-Leinburg.jpg

NÜRNBERGER LAND — Ab sofort sind die Sternsinger wieder im PZ-Land unterwegs, schreiben ihren Segen an die Haustüren und bitten um Spenden. Das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion, der größten Hilfsaktion von Kindern für Kinder, lautet: „Segen bringen, Segen sein – Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien“.

Die Sternsinger sammeln Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt und werden so selbst zum Segen, so die Idee hinter der Sternsingeraktion. Dieses Jahr machen sich sie sich gegen Kinderarbeit in Indien stark. Der Leinburger Pfarrer Hermann Plank freut sich über das Engagement der Jugendlichen, die in seiner Pfarrgemeinde noch bis Freitag, 5. Januar, von Haus zu Haus gehen. In diesem Jahr sind es dort 19 Kinder, die in den Gewändern der heiligen drei Könige mit Kreide den Segen „20*C+M+B+18“ an die Haustüren schreiben. Das steht für „Christus segne dieses Haus“.

In Lauf sind es in diesem Jahr 36 Kinder, die auf neun Gruppen verteilt ihren Segen zu den Menschen in der Kreisstadt bringen. Sie sind ab dem morgigen Donnerstag, 4. Januar, bis zum Dreikönigstag, 6. Januar, unterwegs. Im vergangenen Jahr seien es noch zehn Gruppen gewesen, so Hans-Josef Aschemann, der die Sternsingeraktion in Lauf organisiert. „Es gab Zeiten da waren es auch schon zwölf Gruppen. Das war eine komfortable Zahl“, erinnert er sich. In Lauf machen bei der katholisch geprägten Sternsingeraktion auch evangelische Kinder mit.

Rund 11 500 Euro an Spenden sammelten die Sternsinger im vergangenen Jahr, weiß Aschemann. Das sei schon eine ganz ordentliche Summe.

In den Pfarrgemeinden Röthenbach und Rückersdorf organisiert Otmar Herzing die Sternsingeraktion. Mit sieben Gruppen und insgesamt 24 Kindern sind es 2018 in Röthenbach deutlich weniger als im Vorjahr. Da waren es noch zehn Gruppen und 30 Kinder. „Das sind leider zu wenig Kinder, um das ganze Stadtgebiet abzudecken. Aber wir versuchen die Lücken im nächsten Jahr zu schließen. Aber egal, wie viele Kinder es sind, ihre Leistung ist beeindruckend und sie sind mit Begeisterung dabei“, so Herzing.

Die Sternsinger sind in Röthenbach von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Januar, unterwegs. Am Dreikönigstag werden sie noch von zwei Erwachsenengruppen unterstützt. Am 5. Januar gibt es für die Kinder eine Aussendungsfeier, bei der – passend zum Motto – ein Kurzfilm zu Projekten in Indien gezeigt wird. Am 6. Januar gibt es einen Festgottesdienst in St. Bonifatius.

In Röthenbach kamen im Vorjahr knapp 10 000 Euro an Spenden zusammen. Das halte sich immer in etwa die Waage, meint Herzing. Nur nach dem Tsunami im Indischen Ozean im Jahr 2004 habe es mit 12 000 Euro einen Ausreißer gegeben.

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In Rückersdorf sind die 26 Sternsinger am Samstag und Sonntag, 6. und 7. Januar, unterwegs. Im vergangen Jahr kamen dort rund 5500 Euro zusammen. Am 7. Januar gibt es einen Festgottesdienst in St. Martin.

1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Mehr als eine Milliarde Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktions­start vor 60 Jahren. Damit wurden mehr als 71. 700 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.

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