Gemeinderat befürwortet Ergebnisse aus Bürgerwerkstatt

Schwaiger planen ihre ,Neue Mitte‘

Bürgermeisterin Ruth Thurner nimmt das Grundstück neben dem Schloss, auf dem Wohngebäude entstehen könnten, unter die Lupe. Das Sandsteingebäude im Hintergrund ist denkmalgeschützt und kommt als Diakoniestation oder als öffentlicher Begegnungsbereich für die Bevölkerung in Frage. Foto: Brinek2014/03/78133_thurnerortsmitteschwaigplanbri1_New_1393939264.jpg

SCHWAIG — Die neue Ortsmitte in Schwaig am Schlossplatzareal soll nach dem Willen der Bürger eine Wohn- und Begegnungsstätte für Alt und Jung werden. Neben Mietwohnungen für besondere Bedürfnisse sollen Arztpraxen, Räume für Einrichtungen der Diakonie und Tagesbegegnungsstätten in dem zu errichtenden Gebäude Platz finden. Der Gemeinderat bevollmächtigte die Verwaltung, unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Bürgerwerkstatt, mit der Planung zu beginnen und einen Investor für das Projekt zu suchen.

Über ein halbes Jahr sammelten verschiedene Gruppen aus Schwaiger Bürgern Ideen und Anregungen für die Bebauung der Flächen vor dem Schloss in Schwaig. Das von Michael John vom Basis-Institut Bamberg vorgestellte Ergebnis der Bürgerwerkstatt Ortsmitte Schwaig wurde dem Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt und von diesem weitgehend gebilligt.

Der Konzeptentwurf zeigte eine Vielzahl von Möglichkeiten auf, wie die neue Mitte in Schwaig genutzt werden könnte. Ziel ist vor allem, keine Eigentumswohnanlage zu schaffen, sondern Miet-Wohnraum für Wohnbedürfnisse breiter Bevölkerungsschichten zu verwirklichen. Darunter fallen beispielsweise Wohnungen für Senioren, für Menschen mit Behinderungen und Alleinerziehende oder Alleinstehende.

Insgesamt werden etwa 30 Ein- bis Vierzimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen 45 und 95 Quadratmetern gewünscht, davon sechs rollstuhlgerechte. Alle Wohnungen sind abgeschlossen, haben Bäder und Kochgelegenheiten. Eine gemeinsame Wohnküche mit vorgeschlagenen 60 Quadratmeter Fläche soll als Gemeinschaftsraum den Kontakt zwischen den Bewohnern fördern.

Daneben sind die Einrichtung einer umfassenden Diakoniestation und bei entsprechendem Interesse die Schaffung von Praxisräumen für die ärztliche Versorgung vorgesehen. Die für die Bevölkerung offen stehenden Räume für bürgerschaftliches Engagement, Versorgung und ein Café sollen möglichst in Zusammenhang mit den von der Diakonie genutzten Einrichtungen geplant werden. Eine Zusammenfassung in dem auf diesem Areal unter Denkmalschutz stehenden Sandsteingebäude wäre hier durchaus vorstellbar.

Das alles sind momentan nur Ideen. Inwieweit diese Vorstellungen überhaupt realisierbar sind, werden erst die konkreten Planungen durch den Investor und dessen Architekten zeigen. Die Verwaltung der Gemeinde kann nun jedenfalls tätig werden und die Sache auf den Weg bringen.

Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zwischen den Besuchern der öffentlichen Sitzung und den Gemeinderäten sowie den Mitarbeitern der Verwaltung. Diese zeigte, wie sehr allen die Entwicklung der „Neuen Mitte Schwaig“ am Herzen liegt.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek