Freibäder im PZ-Gebiet

Schon jetzt mehr Badegäste als im Vorjahr

Gut besucht sind das Laufer Freibad (im Bild) und die Bäder in Röthenbach und Schnaittach seit Saisonbeginn. Kein Wunder bei dauerhaft warmen Temperaturen und kaum Regen. | Foto: M. Braun2018/08/freibad-lauf-bilanz-august-braun.jpg

LAUF/RÖTHENBACH/SCHNAITTACH (ews/ci/mab) — Was tun bei der Hitze? Für viele Menschen im PZ-Gebiet wird in diesem Ausnahmesommer das Freibad zum neuen Wohnzimmer. In Lauf rechnet man sogar damit, die Besucherzahlen aus dem Jahrhundertsommer 2003 knacken zu können.

Schwimmmeister Horst Schulz vom Freibad in Röthenbach ist rundum glücklich: Die Besucherzahlen sind außergewöhnlich hoch und die Saison verlief bislang ohne Vorkommnisse. Nach dem perfekten Start im Mai kamen bis Ende Juli 43 361 Besucher. Im August wurden bis zur Monatsmitte zusätzlich circa 13000 gezählt.

Insgesamt kamen 2018 also schon mehr als 56 000 Badegäste ins Röthenbacher Freibad, deutlich mehr als im gesamten letzten Jahr, als knapp über 43 000 Freibadhungrige gezählt wurden.

Die bisherigen absoluten Rekordzahlen stammen aus dem sogenannten Jahrhundertsommer 2003: Damals wurden am Ende etwa 99 000 Besucher gezählt. Diese Zahl, so vermutet Schulz, wird heuer wohl nicht erreicht, denn trotz perfekter Temperaturen habe sich das Freizeitverhalten vor allem der Jugendlichen seit damals geändert. Aber er geht davon aus, dass eine Größenordnung von mehr als 60 000 erreicht werden kann, die wurde auch 2015 gezählt, dem Rekordsommer der vergangenen zehn Jahre.

Keine negativen Vorkommnisse

Umso überraschter zeigt sich der Schwimmmeister darüber, dass es trotz teilweise extrem hoher Temperaturen in diesem Sommer zu keinen negativen Vorkommnissen gekommen ist. „Kein Hitzschlag, kein Sonnenstich, keine Kreislaufprobleme – es ist überhaupt nichts schlimmes passiert“, berichtet Schulz. Seiner Ansicht nach seien die Badegäste „einfach vernünftiger“ geworden und die kürzere Verweildauer im Freibad im Vergleich zu früher trage ebenfalls dazu bei.

Als mögliches Saisonende war der 16. September angedacht. Wenn das Wetter weiterhin so gut ist, dann könne es auch sein, dass das Bad auch noch länger geöffnet bleibt, so Schulz.

Mehr als zufrieden ist man auch in Schnaittach mit der Badesaison. Bislang wurden im Freibad bereits über 40 000 Besucher verzeichnet, so viele wie in der gesamten vergangenen Saison, so Jürgen Ertel vom Bauamt der Marktgemeinde. „Und die Ferien sind noch nicht einmal vorbei“, fügt er hinzu. An Spitzentagen kamen über 2000 Besucher. „Da stößt das Bad fast schon an seine Kapazitäten“, so Ertel weiter.

Seit Saisonbeginn laufe die Technik störungsfrei und das Bad war jeden Tag geöffnet, freut sich der Mitarbeiter der Marktgemeinde. Schwere Unfälle habe es nicht gegeben. Ein Kind sei zwar ausgerutscht und auf den Beckenrand gefallen, aber es habe sich dabei glücklicherweise nicht ernsthaft verletzt.

Auch im Laufer Freibad ist jetzt schon klar: Die Badesaison in diesem Jahr ist bisher phänomenal, kein Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtbesucheranzahl 2017 von rund 98 000 Besuchern wurde schon Ende Juli mit 94 000 Besuchern fast erreicht. Schließlich war es im Frühsommer schon so heiß, dass sich im Laufer Bad bereits im Mai und im Juni jeweils 24 000 Menschen abkühlen wollten. Für den August rechnet Roland Schriefer aus dem Laufer Rathaus mit einer ähnlichen Besucheranzahl wie im Juli, also rund 46 000 Gästen. Mitte August haben bereits rund 28 700 Menschen das Bad besucht. Der Rekord im Jahrhundertsommer 2003 von etwa 137 000 Gästen, der im Jahr 2005 fast getoppt worden wäre, könnte dieses Jahr geknackt werden, glaubt Schriefer. Das sei natürlich abhängig vom Wetter in den kommenden Wochen. Den Leuten sei es manchmal sogar zu heiß fürs Freibad, sagt Schriefer.

Trotz der Hitze und der hohen Besucherzahlen gab es außer Insektenstichen und anderen Bagatellen nur einen Fall von zu hohem Blutdruck bei einer 90-jährigen Besucherin, erzählt der Schwimmmeister Heiko Schinzel. Beim Freibadkiosk seien dieses Jahr deutlich mehr kalte Getränke gefragt als warme Speisen, fügt er hinzu.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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