Austanzen und Musik

Brauchtumskirchweih in Hartmannshof

Die ganze Kirwa-Gesellschaft mit dem Oberkirwapaar Anja Fischer und Hendrik Zagel. | Foto: F. Müller2017/06/8194832.jpeg

HARTMANNSHOF – Mit dem „inoffiziellen“ Kirchweih-Auftakt mit „La Brass Banda“ setzte Hartmannshof ein Ausrufezeichen. Darauf folgten noch fünf Tage Brauchtum und Party, unter anderem mit „Aeroplane“, „Pröllersgeisda“ und der Blaskapelle Weingarts.

Die bunten Bänder des 30 Meter hohen Kirchweihbaums flatterten im leichten Wind über dem Kirchweihplatz. Das Kirchweihsymbol steht seit Samstagmorgen. Die Kirwaburschen holten den Stamm aus dem Wald des „Schafferbauern“ aus Deinsdorf. Sie verzierten ihn mit Schnitzereien und Girlanden sowie in ausgelassener Festlaune mit einem auf dem Platz gefundenen BH und einer Ukulele. Dann war Kraft an den „Schwalben“ gefragt. Unter dem Kommando von Stefan Ringer hoben die Burschen die schlanke Fichte in die Senkrechte.

Lustiges Treiben
Am Abend hörten die Nachtwache wie die Gäste noch eine Zeitlang die Partymusik der „Pröllergeisda“. Am Sonntagmorgen fanden sich dann alle Paare zum Gottesdienst in der nahen Friedenskirche ein. Tagsüber herrschte lustiges Kirwatreiben auf dem Festplatz mit den Schaustellerbuden. Ab Nachmittag spielte die Blaskapelle Weingarts im Zelt Unterhaltungsmusik für die Gäste, die auf das Austanzen warteten.

Als es soweit war, zogen die 17 Paare vom Kirwabrunnen zum Festplatz, von den Böllerschützen der Schützengesellschaft lautstark angekündigt. Zu den Klängen des Trios „Infernale“ tanzten sie singend und gurzend im Birkenrund um den Baum. Als endlich der Wecker klingelte, hatte Hendrik Zagel den Sennerhut auf und Anja Fischer hielt den Strauß in Händen. Somit waren sie das Oberkirwapaar 2017. Bei großem Trubel und mit waghalsigem Klettern über die Leiter mussten die beiden Tuch und Krug vom Baum pflücken.

Auftritt der Schuhplattler
Nach dem folgenden Ehrentanz zog die lustige Schar ins Festzelt zum Weiterfeiern. Viele der Zaungäste blieben auch weiter auf der Kirwa und sahen mit Begeisterung den Auftritt der „Thalheimer Schuhplattler“.  Zur Nachkirchweih am Montag kamen nochmals die unermüdlichen Kirwagänger und die Jugend.

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