Arbeitslosenzahlen im März

Virus stoppt Aufschwung am Arbeitsmarkt

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NÜRNBERGER LAND – „Die Corona-Pandemie überschattet unser gesellschaftliches Leben ebenso wie den Arbeitsmarkt, auch wenn die statistischen Auswertungen für März dies noch nicht abbilden“, sagt Renata Häublein, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nürnberg. So belebte sich im März der Arbeitsmarkt auch im Kreis spürbar – bis Corona kam.

Weitere Wiedereinstellungen in Saisonbetrieben sind im März angelaufen und spiegeln sich im niedrigen Bestand an Arbeitslosen von 2380 Personen für das Nürnberger Land wider. Die Arbeitslosigkeit ging von Februar auf März um 94 Personen (minus 3,8 Prozent) zurück. Das waren 110 Arbeitslose (plus 4,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Dabei waren im Landkreis die gestiegenen Arbeitslosenzahlen für März nach wie vor ein Zeichen der saisonbedingten Bewegungen und damit fast ausschließlich den Außenberufen wie Garten- und Landschaftsbau, der Baubranche oder auch den dazugehörigen zuliefernden Betrieben zuzuordnen.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im März 1525 und damit 111 Personen weniger als im Vormonat gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 154 Arbeitslose mehr. 855 Personen waren im Bereich der Grundsicherung (SGB II) arbeitslos. Das sind 17 Personen mehr als im Vormonat und 44 Personen weniger als im März 2019.

Mehr Stellen besetzt

Im Nürnberger Land lag der Stellenbestand bei 866 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen. Überwiegend wurden Stellenzugänge im Gesundheits- und Sozialwesen (66 Stellen), im Handel (21 Stellen), im verarbeitenden Gewerbe (13 Stellen) und in der Öffentlichen Verwaltung (8 Stellen) verzeichnet.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft sind noch nicht absehbar“, sagt Häublein. Fest stehe, dass auf den Agenturbezirk große Herausforderungen zukommen, die „wir gemeinsam bewältigen müssen“. Die Arbeitsagentur wolle in der schwierigen Zeit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen da sein – telefonisch, postalisch und online.

Kurzarbeitergeld wichtiger Baustein

„Ein wichtiger Baustein in der Corona-Krise ist das Kurzarbeitergeld. Es sichert die Beschäftigung und verhindert, dass Menschen arbeitslos werden“, sagt Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Aufgabe der Behörde sei es, die Unternehmen und Beschäftigten schnellstmöglich mit der Beratung, Bearbeitung und Auszahlung des Kurzarbeitergeldes zu unterstützen.

Erster Anhaltspunkt, um die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt abzuschätzen, ist die Zahl der Anzeigen, die eingehen – laut Holzwart in Bayern bis Ende der letzten Woche insgesamt 64.000. Die BA hat die Teams, die für Kurzarbeitergeld zuständig sind, personell auf das Vierfache aufgestockt. Arbeitgeber sollten sich unter Telefon 0800/4555520 über die Leistung informieren.

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