Große Hilfsbereitschaft für Esel-Fohlen

„Momo“ bleibt Sorgenkind

Eselfohlen Momo mit seiner „Adoptivmutter“ Lilly, einem Pony. Auch wenn er kräftiger geworden ist und pfeilschnell über die Wiese rennt – über den Berg ist er noch lange nicht. | Foto: Buchner-Freiberger2020/01/esel-momo-mit-lilly-scaled.jpg

RÜBLANDEN – Ein großes Medienecho und eine Welle der Hilfsbereitschaft hat der PZ-Bericht über das Eselfohlen Momo ausgelöst, das in Rüblanden von drei jungen Frauen per Hand groß gezogen wird, weil es von seiner Mutter verstoßen wurde. Über den Berg ist der kleine Esel allerdings noch lange nicht.

Zwar konnte die Verstopfung, an der Momo zunächst litt, mit Medikamenten aufgelöst werden. Dann entwickelte er jedoch eine Unverträglichkeit gegen seine Milch, hinzu kamen neurologische Ausfallerscheinungen. Aktuell hat er eine Atemwegsentzündung, gegen die bisher kein Antibiotikum hilft.

Seine drei „Ziehmütter“ Johanna Bug, Christina Deuerlein und Franziska Ruppert engagieren sich nach wie vor mit großer Leidenschaft für Momo, der alle vier Stunden gefüttert werden muss. Seit kurzem bekommt er eine spezielle, mit Traubenzucker und Vitaminen versetzte Ziegenmilch. Und auch, wenn er jetzt blitzschnell und scheinbar kerngesund über die Wiese galoppiert: „Die letzten Wochen waren die Hölle, wir haben ein paar Mal gedacht, er stirbt“, schildern Christina und Johanna ihre Ängste.

Aufenthalte im Tierklink

Weitere Aufenthalte in der Tierklinik werden nötig sein. „Wir wissen natürlich, dass wir die Natur verarscht haben“, ist sich Johanna bewusst. Schließlich habe es einen Grund gegeben, dass seine Mutter Momo ablehnte. Doch ihn sterben zu lassen, das sei einfach keine Option gewesen.

Die drei jungen Frauen haben viel Unterstützung erfahren, auch finanziell. Mal waren es nur ein paar Euro, mal mehr. Eine Lauferin übernahm zum Beispiel die Kosten für die Physiotherapie für Momo.

Ungewohnt war für alle das überregionale Medieninteresse. „Einmal bin ich frühmorgens im Schlafanzug aus dem Wohnwagen gekrochen“, erzählt Johanna, die am Stall übernachtet, um Momo nachts die Flasche geben zu können. „Da stand plötzlich ein Kamerateam von Sat 1 am Zaun.“

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