Grünes Licht für die Behringersdorfer Zapfwerke

Nicht weit vom Birkensee darf Sand abgebaut werden

In der Geißlach, nicht weit vom Birkensee, wachsen seltene – und folglich geschützte – Flechten.
In der Geißlach, nicht weit vom Birkensee, wachsen seltene – und folglich geschützte – Flechten. | Foto: Sichelstiel2015/11/reichswald-geißlach-flechten-bäume.jpg

RÖTHENBACH — Nicht weit vom Birkensee entfernt entsteht eine Sandgrube. Das Bergamt hat entsprechende Pläne des Behringersdorfer Kalksandsteinherstellers Zapf genehmigt.

In der Geißlach, rund 200 Meter vom Nordufer des Birkensees entfernt, kann Quarzsand abgebaut werden. Der von der Regierung von Oberfranken erlassene Planfeststellungsbeschluss sieht jedoch Auflagen vor. Unter anderem  müssen sich die Zapfwerke mit rund 7,5 Hektar Wald zufriedengeben.

Unternehmer Hannes Zapf ist trotzdem zufrieden: „Wir alle – damit meine ich explizit auch die Mitarbeiter – sind glücklich.“ Der Sandabbau in der Geißlach sei „die einzige Chance, den Standort in Behringersdorf für die Zukunft zu erhalten“.

„Enttäuscht“ über die Entscheidung aus Bayreuth – dort hat das Bergamt Nordbayern seinen Sitz – ist hingegen der Bund Naturschutz (BN). Heide Frobel, die Vorsitzende der Kreisgruppe Nürnberger Land, kritisiert: „Derzeit wird ständig am Reichswald herumgeknabbert, wozu sind überhaupt Flächen als Bannwald ausgewiesen worden?“

Als Erfolg bewertet der BN, dass ein Teil der Geißlach ausgespart werden soll, um geschützte Flechtenarten, die in Symbiose mit den dortigen Kiefern wachsen, zu bewahren.

Detaillierter Bericht in der Freitagsausgabe der Pegnitz-Zeitung (zum E-Paper).

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel