Park- und Dorfplatz

Genug Geld für Gersdorf?

Die Parkplatzsituation vor der Kindertagesstätte Sterntaler: Hier muss Abhilfe geschaffen werden, waren sich fast alle Gemeinderäte einig. | Foto: Gisa Spandler2020/01/Gersdorf-parkplatz-scaled.jpg

LEINBURG – Der Gemeinderat will den Platz vor dem Kindergarten Gersdorf aufhübschen und mehr Stellplätze schaffen. Noch ist aber nicht sicher, ob der 2020er Etat die nötigen Mittel dazu bereit hält.

Beschlossen ist noch nichts, weil sich der Haushalt für die Großgemeinde Leinburg noch nicht konkret genug darstellt. Dennoch diskutierten die Mitglieder des Gemeinderats engagiert über den angedachten Park- und Dorfplatz in Gersdorf gegenüber des Kindergartens Sterntaler. Immerhin gibt es dafür auch schon den ersten Entwurf einer Landschaftsplanerin.

Auch der ist noch nicht spruchreif, doch sind schon etliche Ideen in die Diskussion eingeflossen. Grundlage ist ein Grundstück, das der Gemeinde gehört und auf dem man mehr Stellplätze errichten will, weil die vorhandenen zu Stoßzeiten nicht ausreichen. Zudem sind bei den Sterntalern mehr als zehn Mitarbeiterinnen beschäftigt, die ebenfalls ihre Autos vor der Kita parken wollen.

Bürgermeister Joachim Lang erwähnte allerdings gleich zu Beginn, dass man an Kosten von 80 000 Euro denke, dass die Realisierung jedoch mit dem Umfang des diesjährigen Etats stehe und falle. Es stelle sich die Frage, ob man die Summe schon jetzt in den Haushalt einplanen solle oder ob es sinnvoller sei, sie dort mit einem Sperrvermerk zu versehen: „Der Haushalt wird entscheiden.“

Vorgesehen ist neben der Erweiterung der Parkflächen auch ein Sitzkreis mit kleinerem Baumbestand sowie eine Skulptur mit örtlichem Bezug. Entlang der Straße sollen zwei neue Bäume, eventuell Feldahornsorten, gepflanzt werden. Festzuhalten sei auf jeden Fall, dass ein Platz mit Stellflächen, aber auch ein Ort für die Bevölkerung entstehen soll, der Gersdorf aufwertet, so der Bürgermeister.

Als markantes Objekt, das den neuen Platz dominieren sollte, wollte Richard Buchner (CSU) die alte Schulhausglocke sehen, ein Vorschlag, den auch der Bürgermeister „charmant“ fand.

Planung eine „Luxuslösung“

Jutta Helmreich (SPD) hielt die Planung allerdings für eine „Luxuslösung“. Mehr als die jetzigen zwölf Stellplätze habe man vor den Kindergärten in Diepersdorf und Leinburg ja auch nicht, gab sie zu bedenken. Andere Projekte wie der Kindergarten in Diepersdorf und die Dorferneuerung in Entenberg seien ja auch noch zu stemmen.

Gerhard Pfeiffer (SPD) befand die derzeitige Situation jedoch für „nicht haltbar“. Er regte an, eventuell noch von einem angrenzenden Privatgrundstück Flächen zu erwerben, um hier mehr Platz zur Verfügung zu haben, denn „verkehrstechnisch gibt es da definitiv was zu tun“.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler