Spenden für den Libanon

Kein Sternsinger-Mangel in Schwaig

In Neunkirchen versammelten sich die Sternsinger vor der katholischen Kirche. | Foto: Semlinger2020/01/sternsinger-neunk.jpg

NÜRNBERGER LAND – Seit 1959 gibt es bundesweit den Brauch, dass Sternsinger rund um den Dreikönigstag von Haus zu Haus ziehen. Das Motto der diesjährigen Aktion lautete: „Frieden! Im Libanon und weltweit“. Die gesammelten Spenden kommen deshalb Kindern im Libanon zugute.

Seit 1960 wird in der katholischen Pfarrei Neunkirchen das Sternsingen durchgeführt, nur 2018 fiel es aus. Heuer beteiligten sich acht Gruppen, die am Samstag ausgesandt wurden. Am ersten Tag wurde in Ottensoos und Rüblanden gesungen, am Sonntag in Neunkirchen und am Montag in Speikern und Rollhofen.

Die Gruppen schrieben mit Kreide an die Tür die Buchstaben „20 C+M+B 20“, was bedeutet: „Christus mansionem benedicat“, also „Christus segne dieses Haus“. Der feierliche Aussendungsgottesdienst fand dann am Sonntag in der katholischen Pfarrkirche Neunkirchen im Rahmen einer Wort-Gottes-Feier statt. Als Ministranten dienten hier die „Könige“. Sie spielten im Gottesdienst eine kurze Szene, wie zu Hause Unfrieden gestiftet wird.

Gemeindereferent Hans-Josef Aschemann fragte die Jugendlichen, wie sie beim Singen an den Türen empfangen wurden. Hier gab es durchweg positive Rückmeldungen. Er führte dann aus, dass bei Streit eine Tür zugeschlagen sein kann, die Sternsinger schließen diese aber wieder auf. Sie kommen also nicht nur, um Geld für notleidende Kinder und Jugendliche zu sammeln, sondern sie kommen auch als Friedensbringer. Den Kindern machte die Aktion große Freunde, wenngleich es anstrengend ist, an drei Tagen von morgens bis abends unterwegs zu sein.

Genügend Sternsinger in Schwaig

Vom viel zitierten Sternsinger-Mangel war in Schwaig keine Rede, im Gegenteil: Noch nie waren hier so viele Sternsinger unterwegs wie in diesem Jahr. 36 Kinder und Jugendliche – 19 Jungen und 17 Mädchen – zogen mit zwölf Gruppenbetreuern nach dem Aussendungsgottesdienst, ausgestattet mit geweihter Kreide und Sammelbüchsen, durch die Gemeinde.

Heuer besuchten die „Heiligen Drei Könige“ erstmals auch das Neubaugebiet am Rand des Musikerviertels auf dem ehemaligen Brochiergelände, wo sie von Haus zu Haus gingen, um den dort neu zugezogenen Familien den Segen zu bringen. Ansonsten läuteten die Sternsinger nur „auf Einladung“ an, um zu singen und die Segensbitte C + M + B an die Tür zu schreiben.

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Im Libanon ist man übrigens schon weiter als bei uns, denn dort gibt es einen gemeinsamen Religionsunterricht für Kinder aller Religionen.

Hans Brinek/Franz Semlinger

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