Zwei Männer beschuldigt

Autoraub an Silvester sollte „Lektion“ sein

So sah das Ende der Fluchtfahrt an Silvester 2019 aus. | Foto: T. Vogl2020/06/Auto-landet-in-Lagerhalle-03-scaled.jpg

HERSBRUCK/OTTENSOOS – Im Fall des Autoraubs an einem Hersbrucker an Silvester 2019 meldet die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ein erstes Zwischenergebnis: Zwei junge Männer werden beschuldigt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stammen die mutmaßlichen Täter aus dem Rheinland nahe Köln. Den Erkenntnissen zufolge haben sie über das Internet einen jungen Hersbrucker kennengelernt. Und mitbekommen, dass jener wohl mit seinem Vater, dem späteren Geschädigten, im Streit liegt. Daher solle das rheinische Duo beschlossen haben, im Sinne des Internetfreundes dem Vater „eine Abreibung zu verpassen“, erklärt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke.

Dem Vater gegenüber sollen sie sich in der Nacht zu Silvester 2019 als Polizeibeamte ausgegeben haben, um in dessen Wohnung zu gelangen. Dort sollen sie laut Staatsanwaltschaft „erhebliche Gewalt“ angewendet und den Schlüssel des Ford an sich genommen haben. Anschließend sollen sie den Geschädigten und dessen minderjährige Tochter gefesselt haben, ehe sie flohen, so Gabriels-Gorsolke.

Kontrolle über Auto verloren

Auf der Flucht Richtung Lauf sollen sie am Bräunleinsberg die Kontrolle über den Ford verloren haben und über einen Erdwall gefahren sein. Dadurch hob das Fahrzeug ab, flog durch die Wand des Getränkehandels Ziegler und blieb zwischen Bierkisten liegen.

Die beiden Männer sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft werde wegen gefährlicher Körperverletzung, schweren Raubs und versuchten Mordes ermittelt. Ob auch wegen dieser Straftatbestände Anklage erhoben werde, sei zum derzeitigen Ermittlungsstand noch nicht absehbar, so Gabriels-Gorsolke.

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