THW seit heute in Nordrhein-Westfalen

Helfer aus Lauf im Hochwassereinsatz

Eine erste Abordnung des THW Lauf machte sich gestern Vormittag auf die Reise nach Nordrhein-Westfalen, die zweite Gruppe folgte am Nachmittag. Ganz links Laufs Bürgermeister Thomas Lang, daneben THW-Ortsbeauftragter Marcus Sperber. | Foto: Buchner-Freiberger2021/07/thw-lauf-hilfeinsatz-hochwasser-abfahrt-scaled.jpg

Lauf – 16 Helfer des THW Lauf – 15 Männer und eine Frau – haben sich heute mit vier Fahrzeugen auf den Weg nach Stolberg in Nordrhein-Westfalen gemacht. Dort koordinieren sie unter Leitung von Bernd Müller die Aufräumarbeiten im Hochwassergebiet.

Sie bilden einen sogenannten „Fachzug Führung und Kommunikation“ und lösen gemeinsam mit Kollegen des Nürnberger THW eine Einheit aus Marktheidenfeld ab. „Wir selbst schaufeln keinen Schutt weg, sondern wir koordinieren die vor Ort eingesetzten Helfer“, erklärt Sebastian Gebhard, einer der Laufer THWler, der im Hauptberuf in Schnaittach eine Zahnarztpraxis betreibt. Er hat seine Patiententermine verschoben, die meisten anderen THW-Einsatzkräfte aus Lauf wurden größtenteils von ihren Arbeitgebern freigestellt.

Voraussichtlich eine Woche soll der Einsatz dauern, „stationiert“ sind die Helfer aus Lauf in der Donnerberg-Kaserne. Das dortige THW stand selbst unter Wasser. Vor Ort arbeiten bereits mehrere Teams des THW an der Elektro- und Notversorgung, sagt der Laufer Ortsbeauftragte Marcus Sperber. Es gilt, die zerstörte Elektro-Infrastruktur wieder herzurichten. Die Experten betreiben große Notstromaggregate, reparieren Hausanschlüsse und bauen Leitungen. Allein in Stolberg arbeiten zehn THW-Fachgruppen mit Hochdruck daran, eine temporäre Energieversorgung herzustellen.

Für die nächsten Tage sind im Katastrophengebiet wieder steigende Pegel vorhergesagt. „Wir müssen vor Ort schauen, wie sich die Lage entwickelt“, sagen die Laufer THWler. Verabschiedet wurden sie am Vormittag auf dem Gelände an der Beethovenstraße von Bürgermeister Thomas Lang. Er zollte den Helfern Respekt, dass sie Freunde und Familie zurücklassen, um sich ehrenamtlich zu engagieren. „Sich für andere einzusetzen, das macht unsere Gesellschaft aus.“

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